Archiv für den Monat: November 2013

Gemeinsam gegen die Überwachung

Wahrscheinlich könnten wir zum Thema digitale Überwachung, Datenschutz und Datensicherheit einen eigenen SOOC veranstalten, so viel lässt sich darüber erzählen. Soweit ist es zwar (leider) noch nicht, aber zumindest konnten wir uns in der ersten Live-Session des zweiten Themenblocks dank eines Vortrags von Marius Melzer vom Chaos Computer Club Dresden mit diesen hochaktuellen und spannenden Themen beschäftigen und Vieles darüber lernen. Marius zeigte uns dabei im Vortrag die einzelnen Bestandteile eines Netzwerks, die prinzipiell geschützt werden müssen (die Clients, die Server sowie die Verbindungen zwischen diesen), und wie man diese Komponenten schützen kann.

Die Clients

Clients, das sind primär unsere PCs/Laptops/Smartphone sind prinzipiell nur sicher, wenn keine Datenverbindungen nach außen bestehen, d. h. das Gerät ist mit keinem Netzwerk verbunden und niemand kann physisch (etwa per USB-Stick) Daten auf das Gerät spielen. Das Problem ist dann aber, dass wir dann auch nicht wirklich viel damit anfangen können. Da diese Variante wenig praktikabel ist, müssen wir uns auf andere Weise schützen. Wir haben im Vortrag gelernt, dass wir zum einen Virenscanner und Firewalls einsetzen sollen und das Open-Source-Software meist sicherer ist als Closed-Source-Software – zumindest wenn sie aktuell ist.

Wichtig ist auch die Wahl des Betriebssystems. An dieser Stelle widerspreche ich aber Marius. Linux ist meiner Meinung nach nicht besser und nicht schlechter als Windows (7/8). Das Gerücht einer möglichen NSA-Windows-Backdoor schwirrt zwar schon seit der Einführung von Windows XP durch die Netzgemeinde, Beweise dafür wurden aber in den letzten 10 Jahren nicht gefunden. Und die Backdoor dürfte auch nicht unbedingt nötig sein. Wir können davon ausgehen, dass gerade die NSA über genug Wissen und Mittel verfügen dürfte, um jedes gängige Betriebssystem zu knacken. Und auch bei Linux ist nicht alles paradiesisch: Bestes Beispiel dafür ist das viel kritisierte Verhalten von Ubuntu-Distributor Canonical etwa bei der Einführung der Amazon-Shopping-Lens in Ubuntu 12.10 oder beim Schwenk von Wayland auf Mir im Unterbau des Betriebssystems. Empfehlenswerter sind in der Linux-Ecke eher Debian, OpenSuse und Fedora und wer wirklich freie Distributionen sucht, findet eine Auswahl auf den Webseiten der Free Software Foundation. Übrigens gibt es mit ReactOS auch seit vielen Jahren ein Projekt, dass sich zum Ziel, setzt ein Open-Source-Betriebssystem zu entwickeln, welches auf der Windows-NT-Architektur beruht und damit kompatibel zu Windows 7 und Co. sein soll. Leider ist ReactOS noch nicht für den tägliche Arbeit verwendbar.

Bei Smartphones ist das aktuell Halten, zumindest des Betriebssystems, leider etwas komplizierter. Gerade bei Android-Geräten halten sich die Hersteller mit Updates stark zurück. Patches erhält man bei einigen Geräten sogar nur ein halbes Jahr lang. Von den Support-Zeiträumen eines herkömmlichen PCs sind wir damit Lichtjahre entfernt. Daher dürften auch noch viele User Geräte nutzen, bei denen Lücken wie etwa die Android-Steuercode-Schwachstelle nicht behoben sind. Hier bleibt nur der Wechsel auf alternative ROMs wie Cyanogenmod, der aber stellenweise tiefere IT-Kenntnisse erfordert und teilweise auch zum Verlust der Herstellergarantie führen kann. Nutzbare Open-Source-Betriebssysteme gibt es wie Marius erwähnt hat zwar, aber Sailfish OS und Firefox OS sind noch ein Stück weg davon, mit Android konkurrieren zu können.

Die Netzwerkverbindungen

Die Ziele für sichere Netzwerkverbindungen lauten Vertraulichkeit, Integrität und Anonymität. Die Vertraulichkeit, also dass nicht jeder meine Nachrichten mitlesen kann, lässt sich über Verschlüsselung erreichen. Hierzu können wir über verschlüsselte Verbindungen surfen (SSL/TLS), welche am https in der Webadresse erkennbar sind, oder wir können unsere E-Mails verschlüsseln. Unsere Anonymität können wir mit Hilfe von Anonymisierungsdiensten wie TOR schützen, welche dafür sorgen, dass die Verbindungen so verschlüsselt und umgeleitet werden, dass der einzelne Nutzer und seine Aktivitäten nur noch schwer identifizierbar sind.

Leider sind auch diese Techniken nicht hundertprozentig sicher. Gerade die SSL-Zertifikate, welche für die Integrität von SSL-Verschlüsselungen wichtig sind, waren in den letzten Jahren oft Ziel von gezieltem Missbrauch und auch TOR wird mittlerweile gezielt von der NSA angegriffen, wenn auch bisher nur mäßig erfolgreich.

Die Server

Server sind die dritte große Schwachstelle im System. Je mehr Leute einen zentralen Dienst nutzen, desto lukrativer wird der Angriff auf die Server des Dienstes und desto größer wird auch der Schaden, der entstehen kann. Daher wäre es sinnvoll, wenn man denn die Möglichkeit hat, einen eigene Server zu betreiben und die Dienste möglich dezentral zu verteilen. Das gilt sowohl für E-Mail-Dienste, wie auch für Soziale Netzwerke. Die Idee eines dezentralen Sozialen Netzwerks als Konkurrenz zu Facebook und Co, verfolgt etwa Diaspora.

Tracking

Ein weiteres Thema, welches Marius in seinem Vortrag behandelt hat, ist das Tracking, also das gezielte Verfolgen/Erfassen von Nutzern und ihrem Verhalten über mehrere Webseiten hinweg. Um sich vor Tracking zu schützen, gibt es verschiedene Plugins, wie Ghostery, welche verschiedene Tracking-Techniken (z.B. Cookies) blockiert. Allerdings gibt es mittlerweile Forschungen, die untersuchen, inwieweit statt Cookies der Fingerabdruck des Browsers für das Tracking genutzt werden kann. Sollte so etwas flächendeckend eingesetzt werden, dann wird es schwer, sich dem zu entziehen.

Nutzerverhalten

Ein ebenfalls elementarer Bestandteil für sicheres Surfen ist das Nutzerverhalten. Dabei gilt der Grundsatz, dass nichts geöffnet/ausgeführt werden sollte, was aus unbekannten und/oder nicht vertrauenswürdigen Quellen stammt. Passwörter sollten nicht im Browser gespeichert werden, sondern in separaten Passwort-Managern wie Keepass, Diese können bei Bedarf noch mit Festplattenverschlüsselern wie TrueCrypt kombiniert werden. Zudem sollten gleiche Passwörter nicht für verschiedene Dienste verwendet werden und 123456 ist kein sicheres Passwort. Und ebenfalls wichtig: Nicht immer müssen die Angaben, die bestimmte Online-Dienste von uns haben wollen, korrekt angegeben werden. Lügen ist da an der ein oder anderen Stelle nicht verkehrt, genauso wie wir die geplante Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung nicht einfach so hinnehmen sollten.

Fazit

Wirklich sicher wird man im Netz wohl nie mehr unterwegs sein, aber wir haben diverse Möglichkeiten zur Verfügung, um uns ein wenig zu schützen. Und was die NSA betrifft, vielleicht sollten wir ihr einfach mal schreiben. Über ein paar Millionen Briefe aus Europa, die sie beantworten muss, freut sie sich sicher.

PS: Die Aufzeichnung der Live-Session mit Marius sowie die Slides könnt ihr euch natürlich auch gern nochmal anschauen.

Willkommen zur zweiten Runde: Konsumieren und Produzieren – rechtliche Rahmenbedingungen und persönliche Voraussetzungen

„Zufällig noch wer online, der mich evtl. kurz unterstützen könnte?!“, postete gestern Abend ein Teilnehmer in der Facebook-Gruppe. Trotz später Stunde meldeten sich innerhalb von Minuten zahlreiche Teilnehmer, die ihm schnell und unkompliziert halfen. Wenn ich etwas für die Uni wissen möchte, greife ich auch nicht mehr zum Telefon, sondern poste es halt – bei Twitter, im Blog oder eben bei Facebook. Je nachdem, wo ich glaube, am schnellsten die richtigen Leute zu erreichen.

Aber ich poste nicht nur bedarfsorientiert. Wer mir zum Beispiel auf Instagram folgt, sieht auch mein Abendessen. Auf LinkedIn und XING kann man erfahren, woran ich gerade arbeite. Auf about.me gibt’s meine Vita in kurz & knackig und man sieht ein Freizeitfoto (Wanderurlaub in Schottland!). Und selbst mein Facebook-Profil schotte ich nicht komplett ab. Weil: Ich möchte ja gefunden werden. Ich will, dass andere meine Aktivitäten sehen und sie kommentieren können. Ich möchte mich mit anderen austauschen und vernetzen. Ziemlich lange hatte ich das Gefühl, ich kann kontrollieren, wer was über mich erfährt. Dann kam die NSA-Affäre – und meine Freunde verschlüsselten plötzlich Mails, löschten akribisch ihre Social-Media-Profile und nutzten alternative Suchmaschinen. Reicht das jetzt? Nach einem Bericht der FAZ will die NSA ihre Überwachung noch weiter ausbauen. Müssen wir uns also im Netz ganz unsichtbar machen, um uns sicher zu fühlen – genauso selbstverständlich, wie man ja auch seine Haustür immer abschließen würde?

big-eye-scientist„is it wachting us while we are watching it?“ by Frits Ahlefeldt, HikingArtist (CC-BY-NC-ND)

Es wird immer wichtiger, über Privatsphäre im Netz und über Datenschutz zu sprechen. Wichtig ist in dem Zusammenhang aber auch: Was darf ich denn überhaupt veröffentlichen? Der lustige Cartoon auf meiner Pinnwand, den 23 Freunde geliked haben – den habe ich schließlich nicht selbst gezeichnet. Und mit welchem Material darf ich meine Blogposts anreichern? Selbst die Öffentlich-Rechtlichen nennen als Quellen mittlerweile „Youtube“, darf ich das dann nicht auch? Es stellt sich also nicht nur die Frage, was ich im Social Web veröffentlichen sollte, sondern auch, was ich denn veröffentlichen darf. Was zum Beispiel Open Source und CC-Lizenzen bedeuten und wie auch bzw. vor allem im Netz eine vernünftige Quellenangabe funktioniert.

Das alles und noch viel mehr thematisieren wir in dem heute startenden Themenblock II „Konsumieren und Produzieren: rechtliche Rahmenbedingungen und persönliche Voraussetzungen“, für den es wieder eine ganze Menge Input gibt.

Bereits morgen wird es einen ersten Expertenvortrag zum Thema „Datenschutz im Internet“ geben. Wir freuen uns, dass wir hierfür Marius Melzer vom Chaos Computer Club (Bereich Sachsen) gewinnen konnten. Der Informatik-Student ist seit zwei Jahren für die Initiative „Chaos macht Schule“ unterwegs. Diese deutschlandweite Initiative arbeitet in Form von Workshops und Vorträgen zusammen mit Bildungsinstitutionen, LehrerInnen, SchülerInnen und Eltern für einen verantwortungsvolleren Umgang mit Medien und Technik. Unser Experte ist Mitgründer zweier Vereine: zum einen Zwiebelfreunde e.V., welcher zum Ziel hat, Internetnutzern Anonymität und Zensurfreiheit zu ermöglichen; zum anderen auch palava e.V., eine abhörsichere und kostenlose Videotelefonie-Alternative, die auf der WebRTC-Technologie beruht.

Neugierig geworden? Dann laden wir Euch ganz herzlich zur morgigen Live-Session um 17:30 Uhr ein! Wie immer im SOOC1314-Online-Raum.

Falls Ihr bereits Fragen an Marius habt, dann können diese schon im Vorfeld in unser Etherpad eingetragen werden. (https://etherpad.mozilla.org/NLCQQh3VP0)

StreifSOOC: HDS.Forum in Zittau

Mit diesem Blogpost möchten wir eine kleine Reihe starten: den StreifSOOC. In den nächsten Wochen werden wir mehrfach im Auftrag des SOOCs auf Konferenzen unterwegs sein – praktischerweise fast immer zum Ende eines Themenblocks. Dieses Mal (21. & 22.11.2013) sind Andrea, Marlen und Anja beim HDS.Forum in Zittau.

Marlen, Andrea und Anja beim HDS.Forum 2013 in Zittau

Marlen, Andrea und Anja beim HDS.Forum 2013 in Zittau (von links nach rechts)

Der SOOC (also beide Durchläufe SOOC13 und der aktuelle SOOC1314) wird im Rahmen des vom Hochschuldidaktischen Zentrum Sachsen (HDS) geförderten Verbunds “Lehrpraxis im Transfer” als Lehr-Lern-Projekt von der TU Dresden und der TU Chemnitz durchgeführt (die Uni Siegen als Kooperationspartner). Einmal im Jahr organisiert das HDS eine Tagung, das HDS.Forum, auf dem neben Workshops und Vorträgen auch die geförderten Projekte präsentieren. Wir haben also ein Poster zusammengefrickelt und sind nach Zittau ins Dreiländereck gereist.

…und da war er auch schon vorbei, der erste Themenblock

Neben den vielen Blogposts wurden auch die Portfolioaufgaben fleißig bearbeitet. Es gibt einige Visualisierungen Eurer Persönlichen Lernumgebungen und auch am SOOC1314OFF haben sich einige beteiligt. Mit urheberrechtlichen Problemen, aber auch bei der Reflexion darüber, was das Online-Lernen mit Lernenden, Lehrenden und Institutionen macht, haben wir an vielen Stellen schon Verbindungen zum nächsten Themenblock gesehen und sind gespannt, wie sich diese ab nächster Woche fortsetzen.

 

Einladung zur Live-Session 19.11. 17:30 bis 19:30 Uhr

Unsere erste Live-Session im SOOC1314 steht bevor! Am Dienstag, den 19.11.2013, findet von 17:30 Uhr bis 19.30 Uhr der Live-Event zum Themenblock I mit Anja C. Wagner zum Thema Lernen 2.0 statt.

Sie ist (Mit-)Gründerin von ununi.tv, einer Bildungs-Videoplattform für Erwachsene, in der jeder aktiv werden kann und bei der die Vernetzung und der Austausch zu aktuellen Themen im Vordergrund steht – frei nach dem Motto „Bildung von allen – für alle“!

Falls Ihr bereits Fragen/Themenschwerpunkte etc. im Vorfeld an unsere Expertin habt oder rund um die Thematik Lernen 2.0, so können diese in unserem Etherpad eingetragen werden: https://etherpad.mozilla.org/L3olaLjjR1

i-gone von HikingArtist.com (CC-BY-NC-ND)

Wie immer treffen wir uns im SOOC1314-Online-Raum unter: https://webconf.vc.dfn.de/sooc1314/
Der Raum wird wie immer ca. 15 Minuten vor Beginn geöffnet.

Wir freuen uns auf eine spannende Live-Session und anregenden Diskussionen im Live-Chat mit Euch.  Save the date!

P.S. Wer es nicht zur Live-Session schafft, findet danach eine Aufzeichnung auf der Seite des Themenblocks I. → Und da ist sie schon: zur Aufzeichnung.

Couch statt Hörsaal?

Ist die Zukunft der Uni digital? Brauchen wir überhaupt noch Hochschulgebäude dafür – oder lernen wir nicht vernetzt vor dem Laptop viel besser als in einem überfüllten Hörsaal? Diese Frage hat euch bislang am meisten beschäftigt.

Die erste Woche ist für uns SOOC-Gastgeber und -Mitarbeiter immer mit viel Spannung verbunden: Klappt alles wie geplant? Haben wir an alles gedacht? Und vor allem: Ziehen die Teilnehmer mit? Seit Montag sind über 20 Beiträge in den Blog-Aggregator eingegangen. Auch das Portfolio-Formular füllt sich immer mehr mit Blog-Beiträgen, Aufgaben und Kommentaren, die Badge-Vergabe läuft auf Hochtouren.

Was sagen die Teilnehmer?

Lernen und Lehren 2.0: (Lern-)Theorien und Gestaltungsansätze – zugegeben: Das klingt erstmal ziemlich trocken. „Ganz ehrlich gesagt bin ich immer noch dabei mir alles anzusehen, zu lesen und zu verstehen“, sagt auch SOOC-Teilnehmerin ejuba. Die Informationsvielfalt im Netz ist immens, allein der deutsche Suchbegriff „Konnektivismus“ bringt auf Google ungefähr 7.900 Ergebnisse (das englische „connectivism“ übrigens rund 487.000). Wie dort zurechtfinden? Filtern, Auswählen, Selektieren – gut, aber woher wissen wir, was wichtig und richtig und was irrelevant und falsch ist? Durch den „Sog“ der Masse? Wir haben hier darüber diskutiert.

Creating her own way von HikingArtist.com (CC-BY-NC-ND)

In was für einer Gesellschaft leben wir und welcher Auftrag an die Bildung und Weiterbildung ergibt sich daraus? Austrellia – offenbar eine „digital native“ – fasst ihre persönliche Erfahrung auf Ihrem Blog so zusammen:

„Da ist man als Lebewesen im Zeitalter der neuen Technologien und Medien in verschiedenster Weise vernetzt, ist Teil von verschiedenen sogenannten Social Networks, posted, shared, liked (oh man, alles beruht auf der englischen Sprache) hin und wieder mal was und denkt man weiß Bescheid, was in der Online-Welt so abgeht – aber nix da. Mir ist mal wieder bewusst geworden, dass es selbst in den Bereichen, von denen man denkt sich einigermaßen auszukennen, noch so unglaublich viel zu lernen gibt und dieser Lernprozess wahrscheinlich niemals enden wird.“ Austrellia.

Fabienne, ehemalige Teilnehmerin des SOOC13, nun Mitarbeiterin im SOOC1314 und Verfasserin dieses Textes beschreibt im Rückblick Ihre ersten Erfahrungen als MOOC-Lernerin: „Als ich im letzten Semester als Teilnehmerin dabei war, ging es mir ähnlich: Wo soll ich überhaupt anfangen? Mir haben die Aufgaben geholfen, um zu verstehen, worum es eigentlich geht.“

Was diese Woche bewegt

Viele von euch haben gezeigt, wie ihre persönliche Lernumgebung aussieht: Monika E. König gewährt uns einen Einblick in ihre Tasche, einfach und übersichtlich hält es annalenazeitler mit ihrer PLE-Visualisierung und Diamondsooc macht sich ausführlich über ihren Lernort Gedanken.

Immer wieder Thema ist der Sinn und Unsinn von E-Learning in verschiedenen Kontexten. Wann Diamondsooc E-Learning auf keinen Fall dem „real life“ vorziehen erklärt sie hier.

Die Diskussion um xMOOCs und cMOOCs und die Unterscheidung beider Formen bewegt offenbar nicht nur die Gastgeberinnen: Flori81 hat einen Kommentar Pro konnektivistische MOOCs verfasst – und stellt fest: „Ich habe dabei die Möglichkeit, eigenständig zu vertiefen und so vom Hölzchen aufs Stöckchen zu kommen.“ Er fände es übrigens auch interessant, Gegenargumente zu lesen. Einen Gegenkommentar also. Tolle Aufgabe – und wir geben sie gleich mal weiter: Wann könnten cMOOCs beim Lernen eher unpraktisch sein? Zu welchem Thema würdet ihr auf gar keinen Fall einen cMOOC besuchen – und was wären die Alternativen? Und: Welche Probleme können im Rahmen eines cMOOCs auftreten? Wer außerdem zum Thema noch mehr lesen und diskutieren möchte: Nathan Heller hat im „New Yorker“ einen wunderbaren Artikel zur (Online-)Zukunft der Universitäten veröffentlicht.

„Couch statt Hörsaal“ war auch das Thema der dieswöchigen eScience Saxony Lecture mit Prof. Dr. Christoph Meinel vom Hasso-Plattner-Institut. Prof. Meinel gibt darin einen interessanten Einblick in die Welt der xMOOCs in Deutschland und plaudert aus dem Nähkästchen der Organisationen des openHPI. Verpasst? Kein Problem, in Kürze ist die Aufzeichnung hier zu finden.

Und da war doch noch was? Ach ja, die Jecken sind los!

Mit dem Start der Online-Phase am 11.11. mussten wir uns natürlich auch noch eine Sonderaufgabe überlegen, eine, die auch die Jecken unter euch weckt: Der SOOC1314OFF – OnlineFaschingsFlashmob. Dabei entstand ein SOOC-Advertising-Video, ein Konnektivismus-Video (aus dem ihr erfahren könnt, was  GoogleMaps und Eierkuchen mit Konnektivismus zu tun haben) und eine gesellschaftskritische AnalogieNicht zu vergessen natürlich das tolle Kick-off-Video zum Flashmob von unserer Anja.

Soweit der kleine Rückblick auf eine ereignisreiche und spannende erste Woche! Wir sehen uns am Dienstag zur Live-Session – und verfolgen auch bis dahin gespannt alle SOOC-Aktivitäten auf den Blogs, Facebook, Google Plus und Twitter!

 

 

 

Impulsbeitrag Themenblock 1 – MOOCs in der Hochschule

Ich gehe gern zur Universität. Der direkte Kontakt zu den DozentInnen, der soziale Kontakt zu den KommilitonInnen, die fachlichen Diskussionen im Anschluss an eine Veranstaltung… Nur einige der Argumente, die mich dazu bewegen, den 20-minütigen Uniweg täglich mit Fahrrad zu bestreiten und die Strapazen der bergigen Anreise über mich ergehen zu lassen.

Für mich ist diese Form der Präsenzlehre mit vielen Vorteilen verbunden – und trotzdem scheint es nicht jedem zu liegen, in diesem doch vorwiegend behavioristisch anmutenden Lehrbetrieb der Universitäten zu studieren. Natürlich gibt es auch zahlreiche Veranstaltungen, die dort andere Wege einschlagen. Gruppenarbeiten, Fallstudienarbeit und der Erwerb von Methodenkompetenzen stehen dabei im Vordergrund und stellen den Lernenden in den Fokus. Doch ist das der Regelfall? Spätestens wenn wir an unsere eigenen Anfänge des Studiums zurückdenken, dann wird deutlich, dass eine Umsetzung solcher Formate in den Großveranstaltungen mit etwa 1000 Studierenden Schwierigkeiten birgt… Es Bedarf Abhilfe. Ein möglicher Lösungsweg ist das E-Learning, das nach Stephen Downes längst nicht mehr in Kellern und Pilotprojekten umgesetzt wird, sondern bereits in der Praxis allgegenwärtig ist.

Ein Experiment, das untersucht, wie wir den Herausforderungen der steigenden Studierendenzahlen und der Anforderungen des digitalen Zeitalters gerecht werden können, ist nun das hier vorgestellte MOOC-Format – ein E-Learning Arrangement, das in der letzten Zeit ordentlich für Furore gesorgt hat.

Auf den ersten Blick erscheint es doch seltsam, rein onlinebasiert an einer Veranstaltung teilzunehmen oder gar das gesamte Studium in dieser Form zu bestreiten. Der soziale Kontakt zu den Mitmenschen wird völlig neu über die wenigen Zeichen von Tweets und durch Kommentarfunktionen geregelt. Mimik und Gestik werden lediglich durch Smilies ersetzt  😕

Doch nehmen wir eine aktuelle Bestandsaufnahme: Schauen wir uns in den Vorlesungen links und rechts um, so bemerken wir: so ganz lebensfremd ist die MOOC-Idee nicht. Facebook, Twitter und Bloggen gehört für viele zum Alltag – nicht umsonst schafft Marc Prenzky die Begrifflichkeit der Digital Natives, für die es selbstverständlich ist sich mit den digitalen Medien und Werkzeugen auseinanderzusetzen und diese in ihren Alltag anzuwenden.

Diesen Ansatz nahm ich zum Anlass und startete eine kleine (nicht repräsentative) Befragung unter meinen KommilitonInnen. Und es war erstaunlich: 6 von 8 Teilnehmenden gaben dabei an, während der Vorlesung- bzw. Seminarzeit regelmäßig Emails und Social-Media-Accounts zu checken! Also ist der Weg frei für MOOCs in der Hochschule?

Lasst uns gemeinsam darüber diskutieren, wie ihr zu der These steht: MOOCs werden die klassische Präsenzlehre in Hochschulen ersetzen!

Wir freuen uns auf Eure Blogbeiträge, Tweets, Ideen und Argumente rund um den ersten Themenblock!

Solange werde ich mich staunend in den Vorlesungen und Seminaren umschauen und herausfinden, was meine KommilitonInnen eigentlich mit Ihren Smartphones, Tablets und Laptops tatsächlich machen.

Holt das Konfetti raus: der SOOC1314-OFF (OnlineFaschingsFlashmob) startet!

Helau, Alaaf, oder wie auch immer man bei Euch sagt: die fünfte Jahreszeit beginnt. Im SOOC-Team befinden sich zwar keine wirklich fanatischen Faschingsmegafans, aber für bekloppte Ideen sind wir IMMER zu haben. Und deshalb fordern wir Euch so kurz nach dem Start unseres Online-Kurses zum OFF auf: zum OnlineFaschingsFlashmob.

Wie funktioniert das?

  1. Wir haben Euch eine SOOC-Maske gebastelt, die Ihr Euch ausdrucken solltet. Dabei gibt es  zwei Varianten: Mit der grünen Variante (zum PDF) könnt Ihr sofort loslegen, die weiße (zum PDF) könnt Ihr selbst gestalten. Ihr könnt natürlich auch einen eigenen Maskenentwurf anfertigen oder sie bspw. einfach abmalen, wenn kein Drucker in der Nähe ist.
  2. Schneidet die Maske aus.
  3. Setzt sie Euch (oder jemand anderem) auf (oder haltet sie einfach vors Gesicht…).
  4. Macht Fotos, Videos, kleine Animationen… seid kreativ!
  5. Damit wir es besser finden können: Twittert Eure Ergebnisse unter #sooc1314off oder postet es hier in den Kommentaren.

Und das Beste ist: wenn Ihr dabei noch den Konnektivismus ins Spiel bringt, bspw. wenn Ihr im Video mit Maske erklärt, was das so ist und was ihn von anderen Lerntheorien unterscheidet, dann rechnen wir Euch das sogar als richtige Aufgabe für Euer E-Portfolio an! (Natürlich habt Ihr dazu nicht nur heute, sondern den gesamten Themenblock über Zeit.)

Aber auch sonst freuen wir uns auf Eure Kreativität!

Videos machen ist ganz leicht

… naja, zumindest mit einem Smartphone. Dann helfen viele kleine Apps zum Erstellen von Videos. Meist ist schon eine vorinstalliert. Einige haben sich sogar auf die Erstellung kurzer Filme eingeschossen, bspw. Vine oder Instagram. Sandra Schön hat neulich auch einen schönen Vortrag über Apps zur Erstellung von Lernvideos geteilt. Aber auch mit jeder WebCam und jede Digitalkamera kann man Videos aufzeichnen. Am PC gibt es Tools wie Powtoon oder den PopcornMaker, mit dem man schnell tolle Videos erstellen kann.

Das Video oben hab ich (Anja) mithilfe der App ExplainEverything erstellt (die war zwar kostenpflichtig, aber die 2,50€ fand ich gut investiert. Selbstverständlich könnt Ihr auch Alternativprogramme verwenden, die oben genannten sind alle kostenfrei.). Dabei hat die Erstellung selbst keine 5min gedauert. Hinzu kam noch etwas Zeit dafür zu lernen, wie man eigentlich eine Schere malt ;). Zur Konvertierung in ein WordPress-freundliches Videoformat (flv) kann man bspw. ganz unkompliziert CloudConvert nehmen. Ich habe das übrigens auch alles zum ersten Mal gemacht.

Das Internet (und vor allem Social Media) ist voll von diesen Möglichkeiten. Ob mit oder ohne Smartphone  – nutzt sie!

Startschuss zur Online-Phase: Heute beginnt der Themenblock I

Eigentlich sind wir schon mittendrin im SOOC1314: hier, hier und an ganz vielen anderen Stellen sind die Diskussionen schon heiß gestartet und durch die Initiative der Teilnehmenden gibt es bereits eine Facebook-Gruppe und eine Google+Community. Aber erst heute geben wir offiziell den Startschuss zum ersten Themenblock: „Lernen und Lehren 2.0: (Lern-)Theorien und Gestaltungsansätze“

In den nächsten zwei Wochen wollen wir uns mit Lerntheorien und den Auswirkungen der digitalen Gesellschaft auf klassische didaktische Gestaltungsansätze auseinandersetzen. 

Als kleine Überraschung haben wir für Euch auch noch eine Faschingsaufgabe vorbereitet, seid gespannt und schaut um 11:11 Uhr auf der Kurs-Seite vorbei!

Einstiegsmaterialien sowie Aufgaben und alle wichtigen Infos zum Themenblock I findet Ihr hier unter dem Reiter “Programm”.

Nach dem Online-Workshop ist vor dem SOOC-Start!

Mit dem gestrigen Online-Workshop ist die Vorbereitungsphase auf den eigentlichen SOOC schon wieder überstanden. Fast 50 Teilnehmende haben an unserem Crash-Kurs über Blogs, Twitter und Feeds teilgenommen. Besonders bei der Vorstellung der E-Portfolios, die wir zur Bewertung nutzen, kamen einige Fragen und Diskussionspunkte auf, die wir hoffentlich ausreichend beantworten konnten. Ansonsten hilft vielleicht das FAQ, in das man auch selbst Fragen einstellen kann, oder der direkte Kontakt zu uns. Wer den Workshop verpasst hat: AufzeichnungFolien auf Slideshare und PDF der Folien stehen bereits online.

Screenshot von Workshop 2

Screenshot von Workshop 2

Es wird auch schon fleißig gebloggt!

Und auch die Teilnehmenden haben schon losgelegt: Unser Dashboard zum Blogaggregator sagt uns: schon 34 Blogs sind bei uns angemeldet und diese haben schon sage und schreibe 47 (!!!) Beiträge verfasst! Wahnsinn!

Unser Blogaggregator freut sich über die vielen Blogposts!

Unser Blogaggregator freut sich über die vielen Blogposts!

Was müsste man diese Woche noch für den SOOC machen?

Alle Teilnehmenden haben eine ganz einfache Checkliste:

  • Social-Media-Kanäle anlegen, gemütlich einrichten und testen (falls noch nicht geschehen),
  • an der Evaluation teilnehmen, BITTE,
  • falls 4CPs angestrebt werden: bitte in der Doodle-Umfrage für einen Input- oder Zusammenfassungsbeitrag einschreiben und
  • sich auf den ersten Themenblock freuen.

Wir Gastgeber hinter den Kulissen haben da noch etwas mehr auf der Liste. Aber einiges ist ja auch schon gut geplant. Zum Beispiel unsere Gastreferentin für den ersten Themenblock:

Einladung zum Online-Workshop am 05.11, 17:30 bis 19:30 Uhr

Am Dienstag (05.November 2013) ist es soweit: um 17:30 Uhr findet unser Online-Workshop statt. Dazu laden wir alle SOOC-Teilnehmenden und Interessierten herzlichst ein!

Wer?

Für Studierende, die im Rahmen der Veranstaltung Credit Points erwerben möchten und Lehrende, die durch die Teilnahme das Zertifikat des Hochschuldidaktischen Zentrums Sachsen erhalten möchten, ist die Teilnahme verbindlich. Aber auch alle Interessierten sind darüber hinaus recht herzlich eingeladen, dabei zu sein.

Wie nehme ich teil?

Der Online-Workshop wird über das Onlinekonferenz-Tool Adobe Connect stattfinden. Ein Zutritt zum Konferenzraum ist dabei ab 17:15 Uhr über folgenden Link möglich: https://webconf.vc.dfn.de/sooc1314

Melden Sie sich dort als Gast mit Ihrem Kursnamen an!

Um was wird es gehen?

Inhaltlich wird es neben der Einführung in die wichtigsten Social Media-Tools des Kurses, um das Konzept des E-Portfolios gehen sowie um weitere Details der Kursstruktur … und natürlich werden auch offene Fragen beantwortet.

Was kann ich bereits im Vorfeld tun?

Wie bereits im Auftaktworkshop angekündigt, bitten wir Sie sich einen Blog und ggf. einen Twitteraccount einzurichten (eine genaue Beschreibung zu dem Vorgehen findet sich bereits hier und hier).

Zahlreiche Teilnehmende sind bereits diesem Aufruf gefolgt und haben ihren individuellen Blog eingerichtet und erste Beiträge veröffentlicht (siehe Blogaggregator) bzw. getwittert (siehe #sooc1314). Gibt es dazu bereits erste Fragen? Oder gibt es Unklarheiten bezüglich der Kursstruktur, der Bewertung Ihrer Leistungen etc.?

Um diese bereits im Vorfeld zu sammeln, bitten wir Sie Fragen in unserem Etherpad zusammenzutragen: https://etherpad.mozilla.org/HGo73bNxjG

Wir sind gespannt und freuen uns auf Sie!