Archiv für den Monat: Dezember 2013

Weihnachtspost aus Teilnehmersicht

Nun wird es langsam muckelig und alle verschwinden in ihren Familienkreisen. Bevor aber nun auch der SOOC eine kleine Weihnachtspause einlägt, hat sich die Teilnehmerin Maria die Zeit genommen und eine eine tolle MOOC-Weihnachtsgeschichte verfasst, die auch hier zu finden ist. Vielen Dank für die besinnliche  Einstimmung und Allen eine entspannte, stressfreie und Sooc-freie Zeit (Themenblock IV startet am 13.01.2014). Auf bald und lasst es Euch gut gehen.

 

Es schneite. Und es schneite viel. Dicke Flocken gefrorenen Wassers rieselten zur Erde hernieder. Aber es schneite dort ja schließlich immer. Also warum erst groß Töne darüber verlieren, wenn es doch nichts Besonderes war? Immerhin zur selben Zeit an vielen anderen Orten auf der Erde schien entweder die Sonne oder es regnete.

Es ist Sommer, zu jener Zeit, da meine Geschichte beginnt. Der verschneite Ort ist, das lässt vielleicht auch schon der Titel vermuten, der Nordpol. Der Ort an dem die Elfen handwerkeln und der Weihnachtsmann durch sein großes Prisma das Verhalten der Menschen, insbesondere das der Kinder studiert, während seine Frau neue Rezepte kreiert. Und es war eigentlich wie jedes Jahr ein ganz normaler Sommer am Nordpol. Doch dann sah der Weihnachtsmann in das Wohnzimmer eines Lehrers, der sich deprimiert an seiner Flasche Jacky festhielt und lauthals jammerte.

Den Wortlaut wiederzugeben, sei an dieser Stelle erspart, aber er beinhaltete sinngemäß das unerhörte Verhalten der Schüler, die zunehmende Respektlosigkeit und der immer weiter schwindende Rückhalt durch die Eltern. Achja und das Geld natürlich. Zuviel Stress, Arbeit und Aufwand;  für vergleichsweise viel zu wenig Lob und Lohn.

Der Weihnachtsmann kannte diesen Lehrer bereits. Immer wieder, wenn er bei ihm vorbeischaute, hörte er dasselbe Klagelied. Doch dieses Mal lief im Hintergrund der Flimmerkasten, auch Fernsehen genannt. Zugegeben, der hatte sich ganz schön verändert in den letzten Jahren: einst  dick und mit Antenne, war er nun dünn und ohne Gedräht. Nun gut, das sei auch nur nebenbei erwähnt, denn wichtiger war, was dort auf der Matscheibe zu sehen war. Es lief Werbung: eine  laienhafte Darstellung von einem Weihnachtsmann, der sich mit einem Postboten unterhielt. Der Bote machte seinem Gegenüber klar, dass dieser total veraltet ist und mit den Kindern doch nichts mehr am Hut hat. Er verstaubt hinter seinen Briefen und die Welt zieht online an ihm vorbei.
„Nichts geht mehr ohne Internet.“, ermahnte der Postbote. „Wenn du IN sein willst und deine Fanbase nicht verlieren möchtest, dann musst du dich ins Internet begeben oder eben aufhören.“

Die Werbung war zwar noch nicht zu Ende, denn eigentlich wird noch etwas von Versand  und kurzen Lieferzeiten gepriesen, doch der Weihnachtsmann stutzte bei dem bereits Gesagten. Er sank in seinen Sessel zurück und sann darüber nach. „Bin ich nicht mehr IN? –  Aber die Kinder, sie schreiben mir doch noch.“ Doch dann fiel  ihm die Art an  Wunschzetteln ein, die er in den letzten Jahren immer häufiger zugeschickt bekam.

‚Hey Alter‘?  Gut, daran hatte er sich schon gewöhnt. Er ähnelt ja auch einer gealterten Darstellung eines Mannes. Aber diese Codes, Abkürzungen und diese Zahlenreihungen, … Nie hatte er sich Gedanken darüber gemacht. Sollte das etwas mit diesem Internet zu tun haben? Als er so an seiner Frau vorbei schlich um sich eine Flasche  Jacky zu holen, musste er blitzartig wieder an den Lehrer denken. Doch genauso schnell wie ihm der Gedanke kam, flog ihm dann aber auch der Jack aus der Hand. Das scheppernde Scherbengeräusch rief dabei natürlich sofort seine Frau auf den Plan. Die konnte natürlich nur meckern. Aber was weiß die schon. Immerhin lässt sich so ein Jack Daniels schneller herstellen, als eines dieser  Technickteile, die mittlerweile fast jeder zu Hause hat.Nachdem sich Frau Weihnachtsmann ihre Seele aus dem Leib gemeckert hat; wie konnte er nur eines der Geschenke für Weihnachten erwägen zu trinken; ging sie zurück in die Küche und bat auf dem Weg dorthin einen Wichtel sich der Sauerei anzunehmen. Der Weihnachtsmann aber ging zurück zu seinem Prisma, suchte die Adresse vom deprimierten Lehrer heraus und schrieb ihm sogleich einen Brief.

An dieser Stelle kürze ich die Geschichte etwas ab. Das der Lehrer an einen schlechten Scherz dachte und erst nichts auf diesen Brief gab, ist wohl gut vorstellbar.

Es wurde Herbst und der Weihnachtsmann hatte eines dieser ‘Technikdinger‘  in seinem Wohnzimmer aufgestellt. Natürlich wieder mit vehementem Gemecker von Frau Weihnachtsmann. Doch dem konnte er dieses Mal gut entgegensetzen:  es war ohnehin nicht mehr zu erwarten, dass der Junge, der dieses Netbook (so heißen die Teile) bekommen sollte, sich bis Weihnachten noch in seinem Verhalten bessern würde.
Der Lehrer und der Weihnachtsmann telefonierten seit einigen Tagen. Schließlich hätte der Alte das Netbook sonst nie installiert bekommen. Endlich war es soweit. Das Netbook verfügte nun über alle wichtigen Programme: Office, Mailprogramm, Onlinetelefonie. Nun konnte es losgehen. Der Lehrer rief den Weihnachtsmann erstmalig via Online an. Wie erstaunt und begeistert der Weihnachtsmann dabei wohl gewesen sein muss?! Und der Lehrer erst! Er glaubte bis zuletzt, dass irgendein Spinner am anderen Ende des Telefons sitzt, dem er nur helfen kann, wenn er dessen Psychose mitspielt. Einen Selbstmord vor Weihnachten, an dem er irgendwie beteiligt sein würde, konnte sein armes Lehrerherz erst recht nicht gebrauchen. Zumal Jacky und Jimmy, seine einzigen Freunde, ihm nicht wirklich über so eine dunkel  Phase hätten hinweghelfen können.

Es folgten Tage des Lernens für den Weihnachtsmann und Stunden des Lehrens für den Lehrer. All dies tat er neben seinem Unterricht. Es hatte sogar sein gutes, denn des Lehrers Freund Jacky war vorerst auf Eis gelegt.
Bei mehreren Livesessions brachte der Lehrer dem Alten bei, wie er mit Google, Office, Mail und Co umzugehen hat. Soweit so gut. Ein Mailkonto hatte er nun, auch wusste er wie man am effektivsten Google befragt –  und was es überhaupt ist: nämlich ein unendlich großes ‚Gelbe Seiten‘ – Buch, das mit nur einem Klick jeden ans Ziel bringen kann. Virtuell versteht sich.
Aber der Weihnachtsmann wollte mehr. Er hörte von Vögeln, die von den Dächern zwitschern und landete alsbald auch bei Twitter.  Nun konnte er den Lehrer rund um Uhr followen. Denn dieser twitterte mit Leib und Seele – vor allem vom Unterricht. So landete der Alte auch bald auf den Twitter- und später auch auf den Facebook-, Google-, Flickr- und Co Accounts vieler Kinder aber auch  Erwachsenen. Und bald schon bemerkte er, dass er Zugriff auf ein immenses Informationssystem hatte. Er stellte fest, dass  die Fahrräder und Netbooks, die seine Elfen bauten, total veraltet sind und dass es im Internet Anleitungen gab, um bessere und leichtere Modelle zu bauen. So verhielt es sich mit vielen anderen Dingen, die die Elfen über das Jahr zu bauen hatten.

Kurzerhand berief er eine außerordentliche Versammlung ein, bei der sich alle Elfen auf dem Platz in der Mitte vom Nordpol versammelten, direkt um den riesigen Weihnachtsbaum, der dort stand.

Auch hier breche ich wieder ab und fasse zusammen: der Weihnachtsmann verordnete, dass alle mobilen Geräte, die derzeit am Nordpol funktionsfähig gemacht werden können, in Betrieb genommen werden sollen. Jeder Wichtel sollte ein Gerät bekommen. Dabei war es egal ob Handy, Laptop, Netbook, Computer, Tablett oder Plasmatv, … hauptsache die Wichtel kommen damit in das  Internet, um sich dort weiterbilden zu können.

Der arme Lehrer diente auch hier wieder als Lehrkraft. Er schulte alle Wichtel in mehreren  Livesessions im Umgang mit dem Internet und den Programmen sowie Apps der jeweiligen Geräte. Aber er hielt sie auch an und machte ihnen das Followen schmackhaft. Er zeigte ihnen wie schnell und einfach sie sich selbst weiterbilden und  ihr Wissen untereinander teilen können. Das sparte natürlich Unmengen an Kosten, die der Weihnachtsmann sonst für Hochschulkurse hätte ausgeben müssen. Und so ein Hochschulkurs hieß ja nicht nur lernen und weiterbilden, er war ja auch immer mit Unterkunft- und Reisekosten verbunden. Denn teilnehmende Wichtel mussten dafür immer weit reisen, je nachdem wo auf der Welt der entsprechende Kurs stattfand. Das der Weihnachtsmann mit der Wahl dieser Kurse nicht immer ein gutes Händchen hatte, lässt sich nachvollziehen, wenn man rekapituliert wie oft zu Weihnachten nutzlose Dinge unter dem Baum lagen. Außerdem konnten nie alle Wichtel zu diesen Kursen fahren, dafür reichte das Geld nicht. Schließlich lebt der  Weihnachtsmann ja auch nur von den Spenden reicher Begünstigter.

Doch nun wurde alles anders. Die Wichtel tummeln sich seither in Massive Open Online Cours’en herum. Ganz neue Möglichkeiten eröffneten sich so: den Weiterbildungs- und Lernmöglichkeiten waren keine Grenzen mehr gesetzt.
Schon mal an solch einem MOOC teilgenommen? Ob im Forum, den anhängliches Teilnehmerblogs oder in einer der Livesessions eines solchen Kurses, man erkennt die Wichtel zumeist daran, dass sie ihr Pseudonym mit einem „x“ oder aber „n1“ versehen. Eine Bekannte hatte mir erst neulich davon berichtet, dass ein gewisser „x_ren“ beim SOOC (Saxon Open Online Course) dabei war. Und Leute, ich bin mir sicher, das war ein Wichtel vom Weihnachtsmann. Vielleicht ein Spätzünder, der noch nicht ganz verstanden hatte, welchen Mehrwert das Lernen und Lehren in Interaktion mit anderen Teilnehmenden eines MOOC darstellt. Am Ende ist jedoch auch er, wie all seine Kollegen am Nordpol, zum fleißigen Blogger und SocialMediaPoster mutiert.
Und der Vorteil für uns – den Menschen? Der liegt auf der Hand. Vor der Nordpolischen Wissensexpansion in MOOCs, musste der Mensch, wollte er qualitativ hochwertige technische Geräte haben, die auch zeitgemäß waren, zum Markt mit dem ‚M‘ oder ‚S‘ gehen. Einen Wunschzettel zu schreiben lohnte sich erst, wenn man sich Dinge wie: Süßigkeiten, eine Puppe, einen Roller … oder ähnliches wünschte. Aber seit der Entdeckung des Internets und der MOOC-Möglichkeiten, gibt es keine Grenzen mehr dort oben, im ewigen Eis.
The North Pole has gone online. Und wer es immer noch nicht glaubt, der frage doch einfach mal Google. Denn einige Wichtelblogs kommen direkt vom Nordpol und berichten fast zeitnah von deren Vorbereitungen aufs Weihnachtsfest.
Und wer sich jetzt einmal erinnert, wie seine ersten Schritte im Internet waren, der wird sich bestimmt auch noch erinnern, das die erste Zeit sehr intensiv und zeitraubend war. Alles war neu und spannend. Die Routine kam dann erst mit der Zeit; wenngleich man das Internet wohl nie komplett entdecken können wird.
In jenem Jahr, von dem hier die Rede ist, als die Wichtel online gingen, da waren sie so vertieft in die Sache, dass das Weihnachtsgeschäft komplett liegen blieb. Der ein oder andere wird sich vielleicht noch daran erinnern: die Plätzchen und die Milch blieben in der Heiligen Nacht unberührt, einige Bäume waren nicht geschmückt oder gar aufgestellt, es gab nichts oder nur wenig Süßes, und wenn die Eltern nichts unter den Baum legten, dann gab es nicht einmal Geschenke.
Doch schon im Jahr darauf gingen die Wichtel, geschult und gelehrt, wieder fröhlich an ihre Arbeit, nur dieses Mal eben mit zeitgemäßem Know-How.

Zum Schluss noch ein Wort zum deprimierten Lehrer. Der hatte seine Sache so gut gemacht, dass er eine Festanstellung vom Weihnachtsmann bekam. Regelmäßig gibt er nun Livesessions, in denen er über die aktuellen Socialmedia-Entwicklungen und deren Rechtslage spricht und zum Diskutieren anregt. Zwar ist er immer noch deprimiert,  wenn er die Kinder in der Schule und das gesamte Bildungssystem betrachtet – aber immerhin hat er seinen ehemaligen Freunden Jimmy und Jacky den Laufpass gegeben. Er ist auf Apfel-Zimt-Punsch umgestiegen, den er einmal im Monat frei Haus vom Nordpol geliefert bekommt. Ohne Alkohol versteht sich – aber das weiß er ja nicht.

In diesem Sinne wünsche ich allen ein #wunderschönes und #besinnliches #Weihnachtsfest.

RiaMe

Zusammenfassung des Themenblock III aus Teilnehmersicht

Nachdem sich nun auch der dritte Themenblock zum Ende neigt, hat der SOOC-Teilnehmer Matouš rekapituliert und in einem Blogpost zusammengefasst, was in den vergangenen Tagen eigentlich alles spannendes in der SOOC-Welt passiert ist – auch  nachzulesen hier!

Vielen Dank für deinen Beitrag und allen anderen viel Spaß beim lesen!

 

The blogpost comments the initiative blogpost „Offene Bildungsressourcen erstellen und weitergeben: Werkzeuge und Hilfsmittel“ posted on the 09th December by @anjalorenz; the co-author of the sooc1314 blog. The initiative blogpost introduced the assorted questions about the development; sharing; application of knowledge resources; relevant tools; etc.; while considering accessibility of the OER content; user licences; copyright law; learning apps; etc. Unlike to the preceding blogposts; the recent blogpost concerns with the nontheoretical question about the development; application; requirements of the OERs; while following the theoretical questions of the preceding blogpost „Konsumieren und Produzieren: rechtliche Rahmenbedingungen und persönliche Voraussetzungen“ about the anonymity; tor; copyright law; CC-licence; etc.; The succession of the themes offers intrinsic considering; responding the reasoned attitudes of the sooc1314 bloggers.

The blog assignment concerns with the assorted themes about learning resources tools; development of OERs; sooc COER; edutags; Open KnowledgeWorker; “eScience”; “Research 2.0?; http://search.creativecommons.org; soog Saxon Open Offline Glühweintrinken; analysic tools of the user information; etc. The blog assigment acquainted the OERs tools; learning guides; which endorses the inspiration to inquire into the question; to support searching of answers about the requirements; content of the knowledge resources.

The blog assignment introduced the recommended resources; relevant blogs; OERs; tools; etc.; for instance http://www.edutrainment-company.com/die-top-100-lern-tools-teil-1-9-tipps-wie-sie-twitter-zum-lernen-einsetzen/ which consider the option of the application of twitter in the learning process; http://www.edutags.de; https://www.coursera.org; etc.

On the 10th December 2013 the @sooc1314 guest Jenny Weber introduced via AdobeConnect the question of the relevant tools; which supports development; sharing of OER; “Open KnowledgeWorker“; http://www.openknowledgeworker.org. The sooc1314 blogger „sooc1314daniel“ recaped the intrinsic discussion introduced by Jenny Weber in the blogpost http://sooc1314daniel.wordpress.com/2013/12/11/open-knowledgeworker/; the blogpost considers the user requests about the „restricted“ CC-licence; however does not concern with the intention of the author licence.

On the 17th December 2013 the other sooc1314 guest Mandy Schütze @ma_y; “Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V“ introduced „ZUM-Wiki“ tools; which offer sharing of thoughts; learning approach; etc.; while responding the reasoned attitudes of the sooc1314 guest. The discussion concerned with the questions about the apprehension of the tools „ZUM-Wiki“; etc.; the asset of the discussion ensued from attachment of the subjective attitudes resulting from the confrontation involving different comments instead of unacquainted development of the apprehension of the tools in the learning process.

The sooc1314 bloggers questioned the assorted assets; requirements of the OER tools introduced by Jenny Weber; or ma_y; while considering the reasoned attitudes of the bloggers; the blogposts often endorse to refer to another questions of the tools; for instance the blogpost http://pklafs.wordpress.com/2013/12/13/im-visier-von-google-und-facebook/comment-page-1/#comment-12 posted by Melanie Schmidt responsed about the nonsense options of the analytic tools; causes of the sharing of user information; etc. which follow the subsequent comments of other bloggers. The blogpost http://rumbelwumbel.wordpress.com/2013/12/15/google-und-die-daten/ posted by „nitsnatsnok“ considers the preconception about the amount of google user information. The links to other blogposts http://www.sooc1314.de/programm/blog-aggregator/.

The sooc1314 users recieved via email an feedback request; about the preceding sooc1314 development. Should not the bloggers recieve comments about the blogpost questions; to endorse other bloggers in the discussion; instead of recieving „likes“ or badges? Should http://www.sooc1314.de/ offer even more options for common discussion; inspired by twitter? Should not sooc1314 cmooc even more endorse the bloggers connectivity?

The reference about sooc1314 in the press http://tu-dresden.de/aktuelles/news/sooc; twitter account @tudresden_de; http://mooc.de german list of moocs:

Saxon Open Online Course – SOOC: TU Dresden erforscht und praktiziert E-Learning im Verbund mit Partnern http://t.co/A2u3hlLIdI — TU Dresden (@tudresden_de) December 16, 2013

 

Tools für Weihnachten und StreifSOOC MOOCCamp13

Tools und Linktipps für die Weihnachtszeit

Über die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel pausiert der SOOC. Das ist auch für uns eine seltsame Vorstellung, daher noch schnell ein paar Tools und Linktipps, die Euch die Zeit bis zum Start des vierten Themenblocks am 13.01.2014 verkürzen sollen

StreifSOOG MOOCCamp13

Am 13. & 14.12.2013 fand in Frankfurt am Main das erste MOOCCamp statt. Eingeladen von Claudia Bremer standen Nina, Andrea und ich (Anja) auf dem Podium und haben mit anderen Organisator/innen deutschsprachiger cMOOCs (Monika König vom #mmc13, Anne Thillosen vom #coer13, Simon Dückert vom #mgmt20 und Claudia Bremer von den #opco11 und #opco12) Erfahrungen ausgetauscht und Potentiale diskutiert.

Ein Highlight für uns war, dass unsere SOOC-Teilnehmerin Raffaelina Rossetti ebenfalls zum MOOCCamp13 gereist war und uns einen tollen Einblick in die Welt der Teilnehmenden geben konnte. Klar musste sie mit aufs Foto!

Beim MOOCCamp13: Raffaelina, Nina, Andrea und Anja (v.l.n.r.)

Beim MOOCCamp13: Raffaelina, Nina, Andrea und Anja (v.l.n.r.)

Frohes Fest Euch allen!

Wir wünschen allen SOOC-Machenden und -Mögenden eine schöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Heute: zweite Live-Session im Themenblock III

Etwas spät, aber besser als nie:

Die Erinnerung an die heutige Live-Session mit Mandy Schütze von der „Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V.“ zum Thema „ZUM-Wiki„!

Bei diesem Wiki handelt sich es um eine Plattform, auf der Lehrinhalte und Unterrichtsideen ausgetauscht werden können. In erster Linie richtet sich dieses Wiki an Lehrer und Lehrerinnen, um auch Unterrichtserfahrungen austauschen zu können. Aber auch interessierte Nicht-Lehrer sind herzlich willkommen!

Ab 17:30 Uhr geht es los, wie immer im SOOC-Online-Raum

Alle Fragen können vorab und während der Session hier gesammelt werden.

UPDATE: Hier ist die Aufzeichnung

„Google hält mich für einen Mann!“

„Ich bin ein Mann. Und 40 Jahre alt.“ SOOC-Teilnehmerin Problembaum musste bei dieser Beschreibung von sich herzlich lachen: Google hält sie nämlich für genau das und zeigt ihr dafür passende Werbung an. Getestet hat sie außerdem ihren Facebook-Account mit Wolfram Alpha. Das Tool bereitet soziale Statistiken grafisch auf. Spannender, meint sie am Ende, wäre die Auswertung jedoch bei jemandem, der das Netzwerk mehr nutzt als sie. Also, ihr Facebookaholiks im SOOC: Zeigt uns doch mal, was die Grafiken ausspucken, wenn man mehrere hundert Freunde hat und täglich postet!

SOOC-Gastgeberin Andrea hat außerdem noch eine neue Diskussion angestoßen: Schlecht lesbare Overhead-Folien, furchtbar zusammenkopierte Texte, eine nie gewischte Tafel – Andrea erinnert sich noch mit Grauen an ihre letzte Hospitation im Klassenzimmer. Wie viel schöner wäre es da doch, wenn jede Schülerin und jeder Schüler ein Tablet hätte und richtig mit dem Whiteboard gearbeitet würde!

„Im Unterricht werden Videos auf Youtube angeschaut: Wie filettiere ich die Forelle? Über die Kommentarfunktion werden auch kritische Anmerkungen zu den Arbeitsschritten direkt ins Netz gepostet. Kurze Lehrervorträge werden mit Anschauungsmaterial und interaktiven Grafiken unterstützt. Mitgeschrieben wird direkt auf dem Tablet. (…) Die Schülerinnen und Schüler loggen sich ins Lernmanagementsystem ein und generieren kleine Wissensfragen, teilen sie untereinander und beantworten die Fragen.“

social-media-addictWäre Andrea Bildungsministerin, hätte jeder Schüler längst ein Notebook vor sich.
„What is a social media friend?“ by Frits Ahlefeldt, HikingArtist (CC-BY-NC-ND)

Klar, dass bei Andrea auch alles als OER (hier schön erklärt von Problembaum) im Netz landet. Teilnehmer Flori81 steigt gleich darauf ein – sieht jedoch vor allem die Finanzierung und die Medienkompetenz der Lehrer kritisch: „Selbst wenn nur der Overhead-Projektor mal streikt (…) kann der ganze schöne Plan für die Stunde hin sein, sodass man sich ad hoc Alternativen ausdenken muss. Und was passiert erst, wenn dann digitale Medien eingesetzt werden und was schief geht? Bin ich kompetent genug, mit digitalen Medien umzugehen und Fehler und Störungen auch zu beheben?“

Und ihr, wie seht ihr das? Lieber althergebrachte Medien – oder Neues wagen? Und wie könnte man im Unterricht sinnvoll mit/an OER arbeiten?

Wir sehen und hören uns am Dienstag wieder zur Live-Session. Diesmal mit Mandy Schütze zum Thema “ZUM-Wiki”. Wer die letzte Session zu Open KnowledgeWorker verpasst hat, kann bei SOOC1314Daniel nachlesen, worum es dabei geht: http://sooc1314daniel.wordpress.com/2013/12/11/open-knowledgeworker/

Und ganz wichtig natürlich: Am Mittwoch wird geSOOGt! Wir treffen uns um 17.00 Uhr zum Saxon Open Offline Glühweintrinken auf dem Weihnachtsmarkt! Treffpunkt ist die Glühweinpyramide an der Frauenkirche/Eingang Münzgasse.

…und was passiert derweil hinter den Kulissen, was beschäftigt das SOOC-Team? Das erzählt Gastgeberin Anja in ihrem Blog.

 

Reale Einblicke und gewagte Ausblicke

Zum Themenblock 3 des SOOC möchte ich einen kleinen Einblick in die Praxis geben und einen mutigen Ausblick in die Zukunft wagen.

Ein (subjektiver) Blick in die Berufsschule

Der praktische Einsatz von OER ist bisher (in meiner persönlichen Wahrnehmung, ich lass mich da gern eines Besseren belehren) eher mäßig verbreitet. Ich möchte einmal kurz aus der Berufsschule berichten.

Eines Morgens im Dezember 2012 erreiche ich das Berufsschulzentrum für Wirtschaft und Gastronomie in einer Musterstadt in Sachsen. Der erste Blick ins Lehrerzimmer lässt erahnen: Hier dominieren Over-Head-Folien (oder „Polylux“ wie wir im Osten zu sagen pflegen) und Kreidestaub die Mediendiaktik des Unterrichts. Die erste Hospitationsstunde naht: „Nehmen Sie mal bitte die Arbeitsblätter mit“ fordert mich meine Mentorin auf. Ein Blick auf die Kopiervorlage lässt mich erschaudern: schwarze, ausgefranste Kopierränder, kaum lesbare Schriftgröße, fehlende Zeilen am unteren Rand. Naja, die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler soll ja auch geschult werden…. In der Klasse kommen dann Over-Head-Projektor, eine leere Folie samt Foliestift zum Einsatz. Bei jedem dritten Satz, geht eine der Schülerhände hoch: „was heißt das?“ oder „noch nicht hochschieben, ich muss noch fertig abschreiben?“ oder „Sie stehen im Bild!“. Ich vermerke in meinem Hospitationsprotokoll: „Niemals Folien auf dem Polylux beschreiben, lieber Tafel nutzen“. Die Tafel kann heute erst genutzt werden, nachdem ein Schüler das Tafelbild der letzten Stunde beseitigt hat. Die ersten 10 Minuten der Stunde gehen also für das Tafelwischen drauf.

Nun sind  wir fast am Ende der Stunde angelangt: Zusammenfassend soll noch ein Text im Lehrbuch gelesen und die Aufgabe dazu bearbeitet werden. Nach ca. 7 Minuten des Durchtauschens der vorhandenen Lehrbücher hat dann wenigstens jeder Tisch ein Exemplar. Notizen im Buch oder Anmerkungen zum Text sind natürlich nicht denkbar.

Geschafft: Eine Stunde zum Thema „Zubereitung von Fischgerichten“ ist vorbei. Medienmix vom Feinsten: Tafel, Overheadprojektor und Lehrbuch kamen zum Einsatz. Nicht zu vergessen natürlich unser hervorragend zu lesendes Arbeitsblatt.

Das ist nun ein Jahr her, ich glaube nicht, dass sich viel verändert hat. Nun möchte ich einmal (ganz kurz, ist schon so viel Text) skizzieren, wie ich mir das in der Zukunft vorstelle.

Der Blick nach vorn

Wie stelle ich mir die Stunde zum Thema „Zubereitung von Fischgerichten“ unter Nutzung digitaler Medien und OER vor?

Mein Blick ins Lehrerzimmer: Schreibtische mit Laptop, ein rollbarer Schrank mit automatischen iPad-Lade-Docks, Steckdosen überall. Und sonst? Nichts. Das aufgeräumteste Lehrerzimmer, das ich mir vorstellen kann. Keine Papierberge mit Klausuren, Arbeitsblättern und Elternbriefen. Keine riesigen, vollgestopften Bücherregale.

Auf dem Weg in die Klasse sagt meine Mentorin zu mir: „Heute brauchen wir keine Tablets für die Schülerinnen und Schüler mitnehmen, denn alle haben ihr eigenes.“ (ja, sie gendert!) In der Klasse steht ein interaktives Whiteboard, WLAN gibt es sowieso. Im Unterricht werden Videos auf Youtube angeschaut: Wie filettiere ich die Forelle? Über die Kommentarfunktion werden auch kritische Anmerkungen zu den Arbeitsschritten direkt ins Netz gepostet. Kurze Lehrervorträge werden mit Anschauungsmaterial und interaktiven Grafiken unterstützt. Mitgeschrieben wird direkt auf dem Tablet.

Ein zusammenfassender Lehrbuchtext: Brauchen wir heute nicht. Die Schülerinnen und Schüler loggen sich ins Lernmanagementsystem ein und generieren kleine Wissensfragen, teilen sie untereinander und beantworten die Fragen. Lernen durch Lehren. Die Fragen werden natürlich auch gleich automatisch CC-BY lizenziert und auf die Edutags Plattform hochgeladen. Beste Voraussetzungen für den nächsten Jahrgang – und für die Welt, die sich mit der „Zubereitung von Fischgerichten“ befassen möchte. Eine Unterrichtsstunde, viele offene Lernressourchen genutzt, erstellt und weitergegeben.

Eure Andrea

Auf drei geht’s los: Offene Bildungsressourcen erstellen und weitergeben – Werkzeuge und Hilfsmittel (+ #StreifSOOC Teil 2)

Jetzt aber wirklich: im heute startenden Themenblock III soll es (endlich mal) praktisch werden. Die wesentlichen Voraussetzungen sollten gelegt sein, ab jetzt geht es um Anwendung von Werkzeugen und Hilfsmitteln. Dazu habt Ihr auf der Seite zum Themenblock eine Fülle an Möglichkeiten und Aufgaben, die Euch dabei helfen sollen.

Die Live-Sessions

Auch zu diesem Themenblock lassen wir uns nicht lumpen und haben gleich 2,5 Live-Events geplant:

  • Am 10.12.2013 um 17:30 Uhr gibt Jenny Weber von Chemmedia einen Einblick in das OER-Autorentool Open KnowledgeWorker, das sich auch zur Erledigung einiger Aufgaben eignet.
  • Am 17.12.2013 um 17:30 Uhr haben wir Mandy Schütze eingeladen, die uns das ZUM-Wiki näher vorstellt.

Die Live-Events finden wie immer im AdobeConnect statt https://webconf.vc.dfn.de/sooc1314/. [Update] Die Aufzeichnung ist hier zu finden: https://webconf.vc.dfn.de/p5e90aveub5/

Das 0,5. Live-Event ist dieses Mal offline: Das SOOC-Team macht den Dresdner Strietzelmarkt unsicher und Ihr könnt dabei sein! Wir wollen den SOOG (Saxon Open Offline Glühweintrinken) nutzen, um Euch auch einmal persönlich zu treffen.

StreifSOOC Station 2: Online Educa 2013 in Berlin (Rückblick)

… ach da war ja noch etwas: Vom 04.–06.12.2013 fand in Berlin die Online Educa statt. Das ist die „largest global e-learning conference“ im derzeit bekannten Universum und natürlich war das SOOC-Team, vertreten durch Andrea, Anja und Marlen, dabei. Dafür haben wir das SOOC-Poster sogar in Englische übersetzt und Anja hatte den SOOC in ihrem Vortrag als Beispiel für offene Lerninitiativen dabei.

Marlen, Andrea und Anja (v.l.n.r.) auf der Online Educa 2013 in Berlin

Marlen, Andrea und Anja (v.l.n.r.) auf der Online Educa 2013 in Berlin

Auf weitere zwei spannende Wochen im SOOC!

Zusammenfassung des Themenblock II aus Teilnehmersicht

Zum Abschluss des zweiten Themenblocks haben wir für Euch ein kleines Schmakerl. Nachdem Fabienne aus dem SOOC-Team bereits am 07.12 einen resümierenden Blogpost schrieb, hat sich auch der Teilnehmer Dominic über die letzten zwei Wochen ausführlich Gedanken gemacht.

Vielen Dank für Deinen ausführlichen Beitrag und allen Anderen viel Spaß beim Lesen.

Zusammenfassung Themenblock II

Im zweiten Themenblock „Produzieren und Konsumieren“ des SOOC 2013/14 drehte sich (fast) Alles um die Themen Anonymität und Urheberrecht im Netz.

Überwachung und Schutz

Den Einstieg hierzu lieferte ein Vortrag von Marius Melzer in der Live-Session am 26.11.2013. Das Mitglied des sächsischen Chaos Computer Clubs informierte die interessierten SOOC-Teilnehmer über das Thema Überwachung im Netz. In einer großartigen Präsentation stellte Marius nicht nur sich und den Chaos Computer Club (kurz CCC) vor, sondern gab umfassende Tipps für einen sicheren und anonymen Umgang mit dem Netz. Zumindest die Begriffe Linux und TOR dürften sich in den Köpfen der Teilnehmer nach dieser Präsentation vorerst festgesetzt haben. Besonders die Berührungsängste mit dem Open-Source Betriebssystem scheint der Experte bei den meisten Teilnehmern gründlich dezimiert zu haben. Der Vortrag wurde direkt positiv aufgenommen und auch von vielen SOOC-Teilnehmern reflektiert. SOOC-Teilnehmer(in) Rumbelwumbel machte sich kurzerhand daran, die dringende Empfehlung von Marius Melzer sich dem Betriebssystem Linux zuzuwenden genauer unter die Lupe zu nehmen und zu ergründen „warum Linux eben doch besser ist“. http://rumbelwumbel.wordpress.com/2013/12/01/warum-linux-eben-doch-besser-ist

Da wundert es kaum, dass bald schon die ersten Erfahrungen mit Linux und auch sonstige Änderungsversuche protokolliert in den Blogs zugänglich gemacht wurden: http://problembaum.wordpress.com/2013/11/29/herr-fuchs-meets-tux/  Viel Lob und eine großartige Zusammenfassung inhaltlicher Schwerpunkte des tollen Vortrags lieferte SOOC-Teilnehmer(in) Problembaum: http://problembaum.wordpress.com/2013/11/29/sooc1314-meets-ccc-mein-personlicher-heureka-moment/

Anschließend an Marius Melzers Ausführungen über die Art und Weise, den Umfang und den Sinn von Onlineüberwachung verfasste Marriyanada einen Eintrag, welcher wohl auch noch die letzten Faulpelze, welche sich keine Gedanken über Anonymität und Überwachung im Netz auseinandergesetzt haben, wachrütteln dürfte. http://marriyanada.wordpress.com/2013/12/01/meine-identitat-ins-netz/ Eine großartige Mischung aus Erfahrungsbericht, Reflexion und Hintergrundinfo zum Chaos Computer Club lieferte außerdem daniel. Er geht außerdem noch etwas genauer auf den anonymisierten Webbrowser Tor ein. http://sooc1314daniel.wordpress.com/2013/12/04/ccc-trifft-sooc1314/

Lehrer in Sozialen Medien

Bevor es jedoch in die nächste Runde des zweiten Themenblocks im SOOC1314 ging, sollte noch ein weiteres Thema die Diskussionen der Teilnehmer bestimmen. Passend zu den Themen Überwachung und Anonymität kam die Frage nach Lehrern in Social Networks auf. Ein durchaus nicht unwichtiges Thema für Studierende, von welchen sicherlich auch ein Teil aus angehenden Lehrern besteht. Besonders über Sinn und Unsinn von Facebook-Freundschaften zwischen Lehrern und Schülern wurde nachgedacht. Referierend auf einen Blogartikel in der Süddeutschen Zeitung gab es klare Befürwortungstendenzen von diesem heiklen Thema:  http://hatschepsutblog.wordpress.com/2013/12/05/themenblog-2-blogeintrag/  Sowie aber auch kritische Stimmen: http://rumbelwumbel.wordpress.com/2013/12/01/lehrer-im-buch-der-gesichter/

Urheberrecht und Open Educational Ressources

 Mir Rekordgeschwindigkeit folgte dann der Einstieg in die zweite Hälfte des Themenblocks, die Guido Brombach mit einem Vortrag in der zweiten Live-Session einläutete. Neben interessanten Infos zu Open Educational Ressources ging es in dieser vor Allem um die Frage nach dem Urheberrecht im Netz und diese ominösen Lizenzverträge der Creative Commons. Vor Allem die große Unsicherheit, wie denn nun mit Bildern aus dem Internet umzugehen sei wurde in diesen zwei Stunden beharrliche bekämpft. Für alle noch immer Verwirrten und Unsicheren sei der Blick in die Aufzeichnung der Livesession empfohlen, sowie folgender zusammenfassender Blogeintrag von Zazuz: https://zazuz.wordpress.com/2013/12/05/drausen-weht-es/

Einen weiteren schönen Beitrag über Creative Commons veröffentlichte Austrellia und beendete diesen mit einigen bemerkenswerten und lesenswerten Gedanken über die Aufklärung und Bildung von Schülern in Bezug auf den Umgang mit sozialen Medien: http://austrellia.wordpress.com/2013/12/05/themenblock-ii/ Abschließend (aber trotzdem nicht weniger lesenswert) zog Ejuba eine Bilanz zum zweiten Themenblock des SOOC1314  und vereinte in ihrem Abschlussbeitrag Bemerkungen, Schilderungen, Gedanken und Zusammenfassungen. Lizenzen, Überwachung, Lehrer bei Facebook und Sonstiges wurde hier leidenschaft zu (virtuellem) Papier gebracht. http://ejuba.wordpress.com/2013/12/04/zweite-bilanz/

Anhand der vorangegangenen Beiträge lässt sich sehr gut erkennen, dass dieser zweite Themenblock des SOOC1314 nicht nur ungemein und ungeahnt spannend verlief, sondern auch starke Emotionen bei den Teilnehmern des SOOC provozierte. Sollten die kommenden Themenblöcke diese Intensität, Spannung und emotionale Ladung beibehalten, stehen allen Teilnehmern und Veranstaltern wohl noch aufregende Wochen im Wintersemester 2013/14 bevor.

Von einer bloggenden Welt und Blogger-Disziplin

Was wäre wenn alle Welt bloggt? Wie sähe eine Welt aus, in der jeder Arzt, jede Steuerberaterin, jeder Lehrer, jede Professorin  bloggt? Wie würden wir mit Informationen umgehen, wenn alles Wissen frei und öffentlich im Netz steht? Das waren Fragen, die wir Euch in diesem Themenblock stellten. Offenbar trauten sich zunächst nicht so viele an diese Aufgabe heran, denn SOOC-Gastgeberin Anja fiel Anfang der Woche auf:

Diese Aufgabe stellten wir bereits im SOOC13, die Blogbeiträge könnt Ihr hier nachlesen.

In dieser Woche haben sich auch einige SOOC1314-Teilnehmer darüber Gedanken gemacht, unter anderem Problembaum:

„Auf meinem Startbildschirm erscheint mein Tagespensum. Jedem sind bestimmte Personen zugeordnet, die man in der Regel nie persönlich trifft, aber im Laufe der Zeit so gut kennenlernt, als gehörten sie zur Familie. So wird gewährleistet, dass keine Informationen verloren gehen und alle Hablosts wirklich gelesen werden, statt in den unendlichen Weiten des Netzes zu verschwinden.“

Huch, was ist denn da passiert? Problembaum träumt von einer futuristischen Welt, in der jeder alles über jeden nachlesen kann und die Blog-Prozesse optimiert sind. Am Ende dieses Gedankenganges ist sie sich jedoch sicher: „Professionelle Netzwerke von Gleichgesinnten, zum Gedankenaustausch, zur Anregung, allgemein Vernetzung? Aber ja! Nur bitte, bitte keine stumpfe Befriedigung des eigenen Geltungsbedürfnisses auf virtuellem Wege. Und erst recht kein Zwang, das alles auch noch zu lesen ;)

Auch Teilnehmerin Hatschepsutblog steht der Idee einer „bloggenden Welt“ skeptisch gegenüber: „Andererseits haben die Dozenten ja nicht einmal Zeit Seminararbeiten und Klausuren zu bewerten. Woher sollen sie dann zu Zeit nehmen um regelmäßig zu bloggen? Denn davon lebt ja ein Blog. Von wirklich regelmäßigen ansprechenden Beiträgen.“

Das Problem kennen übrigens viele Blogger: Am Anfang ist man noch mit Feuer und Flamme dabei, nach und nach verlässt einen aber die Motivation. Wer auf Probleme mit der Disziplin hat, kann sich den Iron Bloggern anschließen. Die Idee dahinter: Alle Blogger verpflichten sich, in ihrem Blog mindestens einmal in der Woche zu bloggen, andernfalls müssen sie einen Betrag (hier in Deutschland meist 5 €, in den USA 5 $ und in der Schweiz im Moment 10 Fr.) in die Bierkasse einzahlen. Ist die Bierkasse voll genug, so wird sie gemeinsam durchgebracht. Einen Vortrag dazu von der repuplica könnt ihr euch hier anschauen:

Mit großen Schritten gehen wir nun auf Weihnachten und auf unseren dritten Themenblock zu und sehen uns schon am Dienstag wieder – bei der Live-Session mit Jenny Weber zum Open Knowledge Worker. Wer möchte, kann schon mal reinschnuppern in die Welt der selbst erstellten OER. Am Dienstag gibt’s dann ein kleines Tutorial dazu: https://webconf.vc.dfn.de/sooc1314/

Ein schönes Wochenende wünscht das SOOC-Team!

 

 

Stolperstein digitale Identität?

Der erste Schnee ist da! Das war wohl ohne Zweifel die Nachricht der Woche in allen sozialen Netzwerken. Von SOOC-Gastgeberin Anja gibt’s auch das Beweisbild aus Chemnitz. Zeit für Weihnachtsplätzchen, Tee und die stimmige Bildergeschichte von diamondsooc. Sie hat eine selbstausgedachte Weihnachtsgeschichte mit Hilfe von Bildern unter CC-Lizenz erzählt. Wie ich was in welcher Form im Netz posten darf, kann manchmal ganz schön verwirrend sein.

Zusatz-Session und die digitale Identität

Wir stecken bereits mitten im zweiten Themenblock und sind immer noch überwältigt, wie viele Teilnehmer den SOOC aktiv mitgestalten. Datenschutz und Privatsphäre sind die Themen, die uns noch bis Ende nächster Woche beschäftigen. Am Dienstag fand eine Zusatz-Livesession zu Rechtlichem im Netz mit Marius Melzer vom Chaos Computer Club statt. Hier könnt ihr euch die Aufzeichnung ansehen. Auf Twitter haben uns bereits einige positive Rückmeldungen wie diese erreicht. Ejuba hat sich über ihre digitale Identität seither Gedanken gemacht – und findet das Thema alles andere als leicht: „Einerseits wünschen wir uns Sicherheit, nicht nur in der Bahn und auf der Straße, sondern auch im Netz. Gleichzeitig wollen wir nicht überwacht und ausgehorcht werden.“ Sich ganz aus dem Internet zurückzuziehen, hält sie für nicht praktikabel – schließlich bestelle sogar ihr Opa seine Teichfolie online.
Verschlüsselt ihr nach dem Vortrag von Marius Melzer eigentlich nun alle wie blöd?

self-publish-man1„Do we only exist as long as we publish?“ by Frits Ahlefeldt, HikingArtist (CC-BY-NC-ND)

Ich gruschel meinen Lehrer! … oder besser nicht?

Sehr beschäftigt hat euch in dieser Woche außerdem das Schüler-Lehrer-Verhältnis, das sich im Netz zu verändern scheint. „Auf jeden Fall waren das Getuschel und die Gerüchteküche stark am brodeln“, schreibt austrellia über die Situation, das Profil eines Lehrers im Netz auszuspionieren. „Ein Lehrer vertreten in sozialen Netzwerken. Das gibt es doch nicht! Aber ist das heutzutage wirklich noch so absurd?“ Sie hat auch unter befreundeten Lehramtsstudierenden rumgefragt, wie sie es damit halten. Eine Freundin schrieb, sie müsse später wohl seriöser werden, was Facebook betrifft. Müssen (angehende) Lehrer das – oder ist es okay, wenn man auf ihren Profilen sieht, dass sie auch nur Menschen sind? Warum austrellia zumindest teilweise für Lehrer-Schüler-Freundschaften im Netz ist, steht hier. Wie haltet ihr es denn damit – seid ihr mit Lehrern oder Dozenten befreundet? Wie habt ihr das zu Schulzeiten gehandhabt?

Wir sind gespannt auf eure Posts und Tweets zum Thema! Bis spätestens nächsten Dienstag – bei der Live-Session mit Guido Brombach zu „Open Educational Resources“. @gibro ist Autor des bekannten dotcomblogs und Bildungsreferent im Themenbereich „Computer und Medien“ des DGB Bildungswerkes. Außerdem bloggt er auf pb21.de zum Thema „Web 2.0 in der politischen Bildung“. Auf der OER-Konferenz in diesem Jahr referierte er über OER in der politischen Bildung, was auch der Schwerpunkt des SOOC-Expertentalk sein wird.

Der Raum ist wie gewohnt: https://webconf.vc.dfn.de/sooc1314/