Archiv für den Autor: Fabienne Kinzelmann

Einladung zum Abschlussworkshop

Bald ist er auch schon wieder vorbei, der zweite SOOC. In den vergangenen Wochen und Monaten haben wir mit euch über Lerntheorien und Gestaltungsgrundsätze gesprochen, es ging um Überwachung und Schutz im Netz, neue Tools und schlussendlich um Learning Analytics und E-Portfolios.

Das war Euer Themenblock IV

Vor allem die Idee eines lebenslangen E-Portfolios beschäftigt euch. Teilnehmer Sooc1314daniel macht sich Gedanken darum, wie der optimale Leistungsverlauf wäre, zazuz denkt das Portfolio einmal „von der Kita bis zur Seniorenakademie“, macht sich Gedanken um den Datenschutz und hat sogar selbst schon Erfahrung mit dem Portfolio als Prüfungsleistung.Tobias denkt ist sich außerdem sicher: „Die Bewertenden müssen sich darauf einlassen andere Lösungswege, wenn nicht sogar andere Ergebnisse des Lernenden einer positiven Bewertung unterziehen zu können.“

In der letzten Live-Session bedankten sich Teilnehmer für den SOOC, weil er ihnen ganz neue Perspektiven vermittelt hätte. Aber nicht nur für euch, auch für uns ist der SOOC ein ganz besonderer Kurs. Wir sind selbst immer wieder am Ausprobieren, wie wir Inhalte für euch aufbereiten und euch die Chance geben, euch thematisch möglichst breitgefächert zu beteiligen, wir reflektieren unsere Leistungsbewertungen und testen unsere Ideen zum E-Learning.

Wir wollen Euer Feedback!

Besonders wichtig ist für uns euer Feedback – und darum würden wir uns sehr freuen, möglichst viele von euch beim Abschlussworkshop zum SOOC am 28.01.2014, 16:30–19:30 Uhr in Dresden (Strehlener Straße 22/24, 01069 Dresden, Raum 470) zu sehen. Wer nicht vor Ort sein kann, ist außerdem herzlich zum Mitdiskutieren in AdobeConnect eingeladen.

Gibt es gerechte Bewertungen – und hilft uns Learning Analytics dabei?

Führt Learning Analytics zwangsläufig zu (entwicklungs-)gerechteren Bewertungen? SOOC-Teilnehmer flori81 stellt die Gegenfrage: Gibt es nicht heute schon genug Möglichkeiten, Leistungen der Entwicklung nach zu beurteilen – man denke nur an Verbalzeugnisse, klassische Anwendungsaufgaben in der Mathematik, …? Und will man überhaut eine Benotung anhand des Lernfortschritts vornehmen? Anja aus dem SOOC-Team sagt „Nein“. Was meint Ihr?

Wie es aussehen könnte, wenn man ein lebenslanges Portfolio führt, zeigt das kreative Gedankenexperiment von ejuba. Auf ihrem Blog könnt ihr euch die fiktiven Tagebücher als Audios anhören. Warum sie vor ihrem Psychologie-Studium eine Ausbildung zur Bäckerin machen musste und was Learning Analytics damit zu tun habt? Das hört ihr im zweiten Tagebuch-Teil. Kritische Punkte zu Learning Analytics findet ihr außerdem im Kurs-Blog.

MrObviousNC schlägt vor, nur Teile des Portfolios öffentlich sichtbar zu machen – so müsse ein potenzieller Arbeitgeber nicht unbedingt erfahren, dass er in seiner Freizeit gerne Cocktails mixt. Auch Teilnehmerin Lena hat sich Gedanken um das lebenslange Portfolio gemacht. Sie stellt sich das als eine Art Blog mit Kommentarfunktion und Möglichkeiten zur Einbundung von weiteren Medien vor: „Generell bin ich der Meinung, dass eine derartige Biografie die Möglichkeit bietet viel mehr Informationen in seinen Lebenslauf/Bewerbung einzubringen und dies kann auch in ausgeschmückterer Form der Fall sein, eben gerade durch Bilder-/Videofunktion.“ Wäre das was für euch? Dann schreibt Lena eine Antwort.

Viele von euch stellen sich das lebenslange Portfolio sehr linear vor. Ein bisschen erinnern manche Gedankenexperimente an die Timeline von Facebook. Im Grunde doch ein ziemlich perfektes Tool für ein lebenslanges Portfolio, oder? Ihr könnt Links und andere Medien sammeln, easy kommentieren und Diskussionen anregen, euch selbst durch Bilder und persönliche Posts darstellen und reflektieren und außerdem eure „Stationen“ eintragen. Facebook rankt außerdem Posts automatisch nach Wichtigkeit und zeigt im Archiv bzw. euren Freunden nicht automatisch alle Posts an. Auch die Privatsphäre lässt sich detailliert einstellen. Ein Nachteil wäre vielleicht, dass sich Posts nicht taggen bzw. vernünftig archivieren lassen und es dadurch schwer wird – außer durch Scrollen – den Entwicklungsprozess linear nachzuvollziehen. Was meint ihr dazu?

Problembaum und diamondsooc1314 haben sich an das Open Source Programm „Gephi“ gewagt, ein Learning-Analytics-Tool zur Auswertung von Netzwerken aller Art. „Schick sieht es ja schon aus, aber hat das einen tieferen Sinn, vom künstlerischen mal abgesehen…?“, sagt Problembaum skeptisch, als sie versucht, damit ihre chaotischen Familienverhältnisse darzustellen. Auch diamondsooc1314 ist nicht überzeugt – Gephi sei „eine interessante Spielerei, mehr aber auch nicht“. Nach einigem Ausprobieren stellt Problembaum jedoch fest: „Für meinen persönlichen Lernzusammenhang in den Geisteswissenschaften kann mich mir beispielsweise vorstellen, komplexe Figurenkonstellationen mit Gephi zu erstellen, oder einfach komplizierte Kausalzusammenhänge anschaulicher zu machen.“ Was sind eure Erfahrungen – hat noch jemand Gephi oder ein ähnliches Programm ausprobiert? Problembaum freut sich über Kommentare unter ihrem Post. Diamondsooc1314 ist noch auf der Suche nach einem besseren Tool zur Datenanalyse und freut sich hier über Tipps.

Klasse, wie aktiv der SOOC auch auf die letzten Meter noch ist – vielen Dank für eure tollen Beiträge! Wir starten gespannt in die letzte Woche und sehen uns am morgigen Dienstag (21. Januar) auch schon zur letzten Live-Session in diesem Kurs mit Prof. Martin Hofmann von der PH St. Gallen. Wie gewohnt um 17.30 Uhr in AdobeConnect.

Impulsbeitrag: Verträgt sich Learning Analytics mit der Uni?

Was ich am meisten an der Uni mag, ist die Freiheit, die ich als Student habe. Klar muss ich meine Prüfungsleistungen in einem gewissen Zeitraum bringen, natürlich muss ich auch mal was machen, auf das ich überhaupt keine Lust habe. Aber ich kann selbst entscheiden, ob ich lieber auf eine Tagung fahre oder ein Projekt vorbereite, statt in mein Seminar zu gehen. Ich könnte in dieser Zeit genauso gut schlafen (Seminare am Montagmorgen sind aber auch besonders fies!) oder mit meinen Freunden mensen gehen (in der 3. DS knurrt eben mein Magen!). Das mache ich auch – ziemlich oft sogar. Warum auch nicht? Die Uni lässt mir die Freiheit, selbst einzuschätzen, ob ich mein Studium auch packe, wenn ich manche Stunden ausfallen lasse oder meine Texte nicht pünktlich lese. Manchmal muss man eben auch in einem ungeliebten Seminar ein Referat halten – dann reiße ich das eben ab und reduziere meine Anwesenheit im Kurs ansonsten drastisch. In der Regel merkt das der Dozent nicht: mein Glück. In den Kursen hingegen, die mich inhaltlich begeistern, bin ich mit Feuereifer dabei, lese mehr als nötig, diskutiere in jeder Sitzung mit. Das führt vielleicht dazu, dass dem Dozenten mein Gesicht bekannt vorkommt – erfasst wird meine Leistung aber nirgends. Am Ende halte ich in beiden Seminar-Typen ein Referat oder schreibe eine Seminararbeit und die Noten laufen aufs Gleiche raus, egal, wie sehr ich mich vorher im Seminar eingebracht habe.

Wäre es nicht viel besser, wenn meine Dozenten quasi minutiös meine Leistung erfassen könnten? Im Real Life sähe das vielleicht so aus: Eine Art Scanner misst jederzeit den Aufmerksamkeitsgrad der Studenten. Dieser Scanner registriert meine Anwesenheit, ob ich mitschreibe, nach vorne – und nicht auf mein Smartphone – gucke und was und wie viel ich genau sage. Der Dozent kann auf dieser Basis eine möglichst gerechte Note bilden. Gleichzeitig habe ich auch mehr Druck – denn ich weiß ja: Jetzt zählt jede Wortmeldung. Ich komme vielleicht regelmäßiger ins Seminar, weil allein schon meine Anwesenheit „Bonuspunkte“ gibt. Klingt nach Zukunftsmusik? Für Online-Kurse ist es zumindest schon Wirklichkeit: Digital vernetze Lernprozesse können durch verschiedene Verfahren und Werkzeuge genau beobachtet und analysiert werden. Der Trend zu „Learning Analytics“ geht nach oben.

image.phpMacht Learning Analytics die studentische Freiheit kaputt?
„Waiting by the computer“
by Frits Ahlefeldt, HikingArtist (CC-BY-NC-ND)

Ich halte diese Entwicklung – zumindest an Universitäten – für problematisch. Würde jeder meiner Lernfortschritte nachvollziehbar sein, hätte das auf den ersten Blick zwar unbestreitbare Vorteile (Leistungen werden sichtbarer und können gerechter bewertet werden – bspw. könnte die Entwicklung statt der reinen Zielerreichung mehr zählen), auf der anderen Seite verschult es das System. Die Uni wäre kein Ort mehr für Freigeister, sie würde nicht mehr zur Selbstständigkeit erziehen, sondern Studenten nur noch mehr in Strukturen und Formen pressen. Ein offener Online-Kurs wie der SOOC wäre nichts mehr zum „Andersdenken“, denn – ob bewusst oder unbewusst – würden wir Tutoren immer wieder danach schauen, wer wie viel Zeit in den Kurs investiert hat. Studenten hätten vermutlich auch das Gefühl, sich nur noch unter Beobachtung entwickeln zu dürfen. Und: Es wäre weder eine gute Lösung für besonders schwache, noch für besonders starke Lerner. Schwache Lerner müssten übermäßig viel Zeit investieren, um Fortschritte zu machen und es wäre für den Dozenten stets sichtbar, dass sie hinterherhinken – auf der einen Seite kann der Dozent dem schwachen Lerner dann vielleicht auch konkretere Hilfestellungen geben, auf der anderen Seite bekäme der schwache Lerner bspw. eine komplizierte Seminararbeit in einem regulären Kurs auch mit viel Zeitaufwand selbst hin, hat dadurch selbst gelernt, sich mit komplizierten Sachverhalten auseinanderzusetzen und der Dozent hat ihn bei der Bewertung nicht schon als „schwach“ auf dem Schirm; starke Lerner würden ihre Energie vielleicht lieber in zusätzliche Projekte stecken, müssten aber trotzdem regelmäßig aktiv sein, um für den Dozenten „sichtbar“ zu bleiben.

Ein anderer Punkt wäre auch beim Einsatz von Learning Analytics ein möglichst faires Bewertungssystem. Könnte man jetzt einfach Noten nach persönlicher Entwicklung vergeben? Auch dann wären sowohl der extrem schwache Lerner (entwickelt sich zu langsam/zu wenig) als auch der starke Lerner (kann sich im einzelnen Kurs evtl. nicht mehr viel entwickeln) benachteiligt. Und zuletzt: Was würde überhaupt mit diesen Daten, meinen „Lernfortschritten“, passieren? Wer garantiert mir denn, dass die nur der Dozent zu Gesicht bekommt – gerade im Rahmen der aktuellen Datenschutz-Diskussion?

Bin ich da paranoid – oder hättet ihr auch ein ungutes Gefühl beim regulären Einsatz von Learning Analytics?

„Google hält mich für einen Mann!“

„Ich bin ein Mann. Und 40 Jahre alt.“ SOOC-Teilnehmerin Problembaum musste bei dieser Beschreibung von sich herzlich lachen: Google hält sie nämlich für genau das und zeigt ihr dafür passende Werbung an. Getestet hat sie außerdem ihren Facebook-Account mit Wolfram Alpha. Das Tool bereitet soziale Statistiken grafisch auf. Spannender, meint sie am Ende, wäre die Auswertung jedoch bei jemandem, der das Netzwerk mehr nutzt als sie. Also, ihr Facebookaholiks im SOOC: Zeigt uns doch mal, was die Grafiken ausspucken, wenn man mehrere hundert Freunde hat und täglich postet!

SOOC-Gastgeberin Andrea hat außerdem noch eine neue Diskussion angestoßen: Schlecht lesbare Overhead-Folien, furchtbar zusammenkopierte Texte, eine nie gewischte Tafel – Andrea erinnert sich noch mit Grauen an ihre letzte Hospitation im Klassenzimmer. Wie viel schöner wäre es da doch, wenn jede Schülerin und jeder Schüler ein Tablet hätte und richtig mit dem Whiteboard gearbeitet würde!

„Im Unterricht werden Videos auf Youtube angeschaut: Wie filettiere ich die Forelle? Über die Kommentarfunktion werden auch kritische Anmerkungen zu den Arbeitsschritten direkt ins Netz gepostet. Kurze Lehrervorträge werden mit Anschauungsmaterial und interaktiven Grafiken unterstützt. Mitgeschrieben wird direkt auf dem Tablet. (…) Die Schülerinnen und Schüler loggen sich ins Lernmanagementsystem ein und generieren kleine Wissensfragen, teilen sie untereinander und beantworten die Fragen.“

social-media-addictWäre Andrea Bildungsministerin, hätte jeder Schüler längst ein Notebook vor sich.
„What is a social media friend?“ by Frits Ahlefeldt, HikingArtist (CC-BY-NC-ND)

Klar, dass bei Andrea auch alles als OER (hier schön erklärt von Problembaum) im Netz landet. Teilnehmer Flori81 steigt gleich darauf ein – sieht jedoch vor allem die Finanzierung und die Medienkompetenz der Lehrer kritisch: „Selbst wenn nur der Overhead-Projektor mal streikt (…) kann der ganze schöne Plan für die Stunde hin sein, sodass man sich ad hoc Alternativen ausdenken muss. Und was passiert erst, wenn dann digitale Medien eingesetzt werden und was schief geht? Bin ich kompetent genug, mit digitalen Medien umzugehen und Fehler und Störungen auch zu beheben?“

Und ihr, wie seht ihr das? Lieber althergebrachte Medien – oder Neues wagen? Und wie könnte man im Unterricht sinnvoll mit/an OER arbeiten?

Wir sehen und hören uns am Dienstag wieder zur Live-Session. Diesmal mit Mandy Schütze zum Thema “ZUM-Wiki”. Wer die letzte Session zu Open KnowledgeWorker verpasst hat, kann bei SOOC1314Daniel nachlesen, worum es dabei geht: http://sooc1314daniel.wordpress.com/2013/12/11/open-knowledgeworker/

Und ganz wichtig natürlich: Am Mittwoch wird geSOOGt! Wir treffen uns um 17.00 Uhr zum Saxon Open Offline Glühweintrinken auf dem Weihnachtsmarkt! Treffpunkt ist die Glühweinpyramide an der Frauenkirche/Eingang Münzgasse.

…und was passiert derweil hinter den Kulissen, was beschäftigt das SOOC-Team? Das erzählt Gastgeberin Anja in ihrem Blog.

 

Von einer bloggenden Welt und Blogger-Disziplin

Was wäre wenn alle Welt bloggt? Wie sähe eine Welt aus, in der jeder Arzt, jede Steuerberaterin, jeder Lehrer, jede Professorin  bloggt? Wie würden wir mit Informationen umgehen, wenn alles Wissen frei und öffentlich im Netz steht? Das waren Fragen, die wir Euch in diesem Themenblock stellten. Offenbar trauten sich zunächst nicht so viele an diese Aufgabe heran, denn SOOC-Gastgeberin Anja fiel Anfang der Woche auf:

Diese Aufgabe stellten wir bereits im SOOC13, die Blogbeiträge könnt Ihr hier nachlesen.

In dieser Woche haben sich auch einige SOOC1314-Teilnehmer darüber Gedanken gemacht, unter anderem Problembaum:

„Auf meinem Startbildschirm erscheint mein Tagespensum. Jedem sind bestimmte Personen zugeordnet, die man in der Regel nie persönlich trifft, aber im Laufe der Zeit so gut kennenlernt, als gehörten sie zur Familie. So wird gewährleistet, dass keine Informationen verloren gehen und alle Hablosts wirklich gelesen werden, statt in den unendlichen Weiten des Netzes zu verschwinden.“

Huch, was ist denn da passiert? Problembaum träumt von einer futuristischen Welt, in der jeder alles über jeden nachlesen kann und die Blog-Prozesse optimiert sind. Am Ende dieses Gedankenganges ist sie sich jedoch sicher: „Professionelle Netzwerke von Gleichgesinnten, zum Gedankenaustausch, zur Anregung, allgemein Vernetzung? Aber ja! Nur bitte, bitte keine stumpfe Befriedigung des eigenen Geltungsbedürfnisses auf virtuellem Wege. Und erst recht kein Zwang, das alles auch noch zu lesen ;)

Auch Teilnehmerin Hatschepsutblog steht der Idee einer „bloggenden Welt“ skeptisch gegenüber: „Andererseits haben die Dozenten ja nicht einmal Zeit Seminararbeiten und Klausuren zu bewerten. Woher sollen sie dann zu Zeit nehmen um regelmäßig zu bloggen? Denn davon lebt ja ein Blog. Von wirklich regelmäßigen ansprechenden Beiträgen.“

Das Problem kennen übrigens viele Blogger: Am Anfang ist man noch mit Feuer und Flamme dabei, nach und nach verlässt einen aber die Motivation. Wer auf Probleme mit der Disziplin hat, kann sich den Iron Bloggern anschließen. Die Idee dahinter: Alle Blogger verpflichten sich, in ihrem Blog mindestens einmal in der Woche zu bloggen, andernfalls müssen sie einen Betrag (hier in Deutschland meist 5 €, in den USA 5 $ und in der Schweiz im Moment 10 Fr.) in die Bierkasse einzahlen. Ist die Bierkasse voll genug, so wird sie gemeinsam durchgebracht. Einen Vortrag dazu von der repuplica könnt ihr euch hier anschauen:

Mit großen Schritten gehen wir nun auf Weihnachten und auf unseren dritten Themenblock zu und sehen uns schon am Dienstag wieder – bei der Live-Session mit Jenny Weber zum Open Knowledge Worker. Wer möchte, kann schon mal reinschnuppern in die Welt der selbst erstellten OER. Am Dienstag gibt’s dann ein kleines Tutorial dazu: https://webconf.vc.dfn.de/sooc1314/

Ein schönes Wochenende wünscht das SOOC-Team!

 

 

Stolperstein digitale Identität?

Der erste Schnee ist da! Das war wohl ohne Zweifel die Nachricht der Woche in allen sozialen Netzwerken. Von SOOC-Gastgeberin Anja gibt’s auch das Beweisbild aus Chemnitz. Zeit für Weihnachtsplätzchen, Tee und die stimmige Bildergeschichte von diamondsooc. Sie hat eine selbstausgedachte Weihnachtsgeschichte mit Hilfe von Bildern unter CC-Lizenz erzählt. Wie ich was in welcher Form im Netz posten darf, kann manchmal ganz schön verwirrend sein.

Zusatz-Session und die digitale Identität

Wir stecken bereits mitten im zweiten Themenblock und sind immer noch überwältigt, wie viele Teilnehmer den SOOC aktiv mitgestalten. Datenschutz und Privatsphäre sind die Themen, die uns noch bis Ende nächster Woche beschäftigen. Am Dienstag fand eine Zusatz-Livesession zu Rechtlichem im Netz mit Marius Melzer vom Chaos Computer Club statt. Hier könnt ihr euch die Aufzeichnung ansehen. Auf Twitter haben uns bereits einige positive Rückmeldungen wie diese erreicht. Ejuba hat sich über ihre digitale Identität seither Gedanken gemacht – und findet das Thema alles andere als leicht: „Einerseits wünschen wir uns Sicherheit, nicht nur in der Bahn und auf der Straße, sondern auch im Netz. Gleichzeitig wollen wir nicht überwacht und ausgehorcht werden.“ Sich ganz aus dem Internet zurückzuziehen, hält sie für nicht praktikabel – schließlich bestelle sogar ihr Opa seine Teichfolie online.
Verschlüsselt ihr nach dem Vortrag von Marius Melzer eigentlich nun alle wie blöd?

self-publish-man1„Do we only exist as long as we publish?“ by Frits Ahlefeldt, HikingArtist (CC-BY-NC-ND)

Ich gruschel meinen Lehrer! … oder besser nicht?

Sehr beschäftigt hat euch in dieser Woche außerdem das Schüler-Lehrer-Verhältnis, das sich im Netz zu verändern scheint. „Auf jeden Fall waren das Getuschel und die Gerüchteküche stark am brodeln“, schreibt austrellia über die Situation, das Profil eines Lehrers im Netz auszuspionieren. „Ein Lehrer vertreten in sozialen Netzwerken. Das gibt es doch nicht! Aber ist das heutzutage wirklich noch so absurd?“ Sie hat auch unter befreundeten Lehramtsstudierenden rumgefragt, wie sie es damit halten. Eine Freundin schrieb, sie müsse später wohl seriöser werden, was Facebook betrifft. Müssen (angehende) Lehrer das – oder ist es okay, wenn man auf ihren Profilen sieht, dass sie auch nur Menschen sind? Warum austrellia zumindest teilweise für Lehrer-Schüler-Freundschaften im Netz ist, steht hier. Wie haltet ihr es denn damit – seid ihr mit Lehrern oder Dozenten befreundet? Wie habt ihr das zu Schulzeiten gehandhabt?

Wir sind gespannt auf eure Posts und Tweets zum Thema! Bis spätestens nächsten Dienstag – bei der Live-Session mit Guido Brombach zu „Open Educational Resources“. @gibro ist Autor des bekannten dotcomblogs und Bildungsreferent im Themenbereich „Computer und Medien“ des DGB Bildungswerkes. Außerdem bloggt er auf pb21.de zum Thema „Web 2.0 in der politischen Bildung“. Auf der OER-Konferenz in diesem Jahr referierte er über OER in der politischen Bildung, was auch der Schwerpunkt des SOOC-Expertentalk sein wird.

Der Raum ist wie gewohnt: https://webconf.vc.dfn.de/sooc1314/