Schlagwort-Archiv: Experte

Auf in die letzte Runde: Learning Analytics, E-Portfolios und der ganze Rest…

Selten mussten wir so wenig nach einem Aufhänger zum Themenblock suchen, wie in diesem: die Vorschau auf den neuen Horizon Report (PDF) ist uns geradezu auf dem Silbertablet(t) serviert worden (bspw. von e-teaching.org). Der Horizon Report ist eine jährlich erscheinende Trendstudie, in der die Mitglieder und Berater des New Media Consortiums jährlich aktuelle Trends dahingehend auswerten, wie schnell sie sich wohl bspw. in der Hochschullehre oder an Schulen durchsetzen werden (hierfür gibt es unterschiedliche Ausgaben des Trendreports). Im letzten Jahr wurde hier übrigens den MOOCs prognostiziert, dass sie schnell Akzeptanz finden werden.

Aber genug der Vorrede, was steht denn nun drin? Na genau das Thema, um das es sich in diesem letzten Themenblock drehen soll: Learning Analytics. Also: Wie können die Daten, die beim Lernen hinterlassen werden (sei es im Social Web oder in universitären/schulischen Lernmanagementsystemen) für die Verbesserung der Lernprozesse oder deren Unterstützung genutzt werden?

Neben diesen quantitativen Auswertungen gibt es aber mit dem Ideologiewechsel hin zum lernerzentrierten Unterricht auch immer mehr Bestrebungen, den Lernenden ihre Lernprozesse bewusst zu machen. Die derzeit bekannteste Methode dazu ist die Portfolioarbeit, die Ihr im SOOC ja schon selbst anwendet. Zu den E-Portfolios wird es in der zweiten Themenblockwoche auch den Experten-Talk geben.

Wie häufig werden die Trendbegriffe über Google gesucht? (Link)

Wir wünschen Euch viel Spaß bei diesem letzten Themenblock. Er bietet auch die Möglichkeit, sich in dieser mittlerweile scheinbar gut vernetzten Community auszutauschen. Deshalb: Nutzt die Chance, auch andere Sachen noch einmal auszuprobieren, zu teilen und zu diskutieren. The course is yours!

Zusammenfassung des Themenblock III aus Teilnehmersicht

Nachdem sich nun auch der dritte Themenblock zum Ende neigt, hat der SOOC-Teilnehmer Matouš rekapituliert und in einem Blogpost zusammengefasst, was in den vergangenen Tagen eigentlich alles spannendes in der SOOC-Welt passiert ist – auch  nachzulesen hier!

Vielen Dank für deinen Beitrag und allen anderen viel Spaß beim lesen!

 

The blogpost comments the initiative blogpost „Offene Bildungsressourcen erstellen und weitergeben: Werkzeuge und Hilfsmittel“ posted on the 09th December by @anjalorenz; the co-author of the sooc1314 blog. The initiative blogpost introduced the assorted questions about the development; sharing; application of knowledge resources; relevant tools; etc.; while considering accessibility of the OER content; user licences; copyright law; learning apps; etc. Unlike to the preceding blogposts; the recent blogpost concerns with the nontheoretical question about the development; application; requirements of the OERs; while following the theoretical questions of the preceding blogpost „Konsumieren und Produzieren: rechtliche Rahmenbedingungen und persönliche Voraussetzungen“ about the anonymity; tor; copyright law; CC-licence; etc.; The succession of the themes offers intrinsic considering; responding the reasoned attitudes of the sooc1314 bloggers.

The blog assignment concerns with the assorted themes about learning resources tools; development of OERs; sooc COER; edutags; Open KnowledgeWorker; “eScience”; “Research 2.0?; http://search.creativecommons.org; soog Saxon Open Offline Glühweintrinken; analysic tools of the user information; etc. The blog assigment acquainted the OERs tools; learning guides; which endorses the inspiration to inquire into the question; to support searching of answers about the requirements; content of the knowledge resources.

The blog assignment introduced the recommended resources; relevant blogs; OERs; tools; etc.; for instance http://www.edutrainment-company.com/die-top-100-lern-tools-teil-1-9-tipps-wie-sie-twitter-zum-lernen-einsetzen/ which consider the option of the application of twitter in the learning process; http://www.edutags.de; https://www.coursera.org; etc.

On the 10th December 2013 the @sooc1314 guest Jenny Weber introduced via AdobeConnect the question of the relevant tools; which supports development; sharing of OER; “Open KnowledgeWorker“; http://www.openknowledgeworker.org. The sooc1314 blogger „sooc1314daniel“ recaped the intrinsic discussion introduced by Jenny Weber in the blogpost http://sooc1314daniel.wordpress.com/2013/12/11/open-knowledgeworker/; the blogpost considers the user requests about the „restricted“ CC-licence; however does not concern with the intention of the author licence.

On the 17th December 2013 the other sooc1314 guest Mandy Schütze @ma_y; “Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet e. V“ introduced „ZUM-Wiki“ tools; which offer sharing of thoughts; learning approach; etc.; while responding the reasoned attitudes of the sooc1314 guest. The discussion concerned with the questions about the apprehension of the tools „ZUM-Wiki“; etc.; the asset of the discussion ensued from attachment of the subjective attitudes resulting from the confrontation involving different comments instead of unacquainted development of the apprehension of the tools in the learning process.

The sooc1314 bloggers questioned the assorted assets; requirements of the OER tools introduced by Jenny Weber; or ma_y; while considering the reasoned attitudes of the bloggers; the blogposts often endorse to refer to another questions of the tools; for instance the blogpost http://pklafs.wordpress.com/2013/12/13/im-visier-von-google-und-facebook/comment-page-1/#comment-12 posted by Melanie Schmidt responsed about the nonsense options of the analytic tools; causes of the sharing of user information; etc. which follow the subsequent comments of other bloggers. The blogpost http://rumbelwumbel.wordpress.com/2013/12/15/google-und-die-daten/ posted by „nitsnatsnok“ considers the preconception about the amount of google user information. The links to other blogposts http://www.sooc1314.de/programm/blog-aggregator/.

The sooc1314 users recieved via email an feedback request; about the preceding sooc1314 development. Should not the bloggers recieve comments about the blogpost questions; to endorse other bloggers in the discussion; instead of recieving „likes“ or badges? Should http://www.sooc1314.de/ offer even more options for common discussion; inspired by twitter? Should not sooc1314 cmooc even more endorse the bloggers connectivity?

The reference about sooc1314 in the press http://tu-dresden.de/aktuelles/news/sooc; twitter account @tudresden_de; http://mooc.de german list of moocs:

Saxon Open Online Course – SOOC: TU Dresden erforscht und praktiziert E-Learning im Verbund mit Partnern http://t.co/A2u3hlLIdI — TU Dresden (@tudresden_de) December 16, 2013

 

Auf drei geht’s los: Offene Bildungsressourcen erstellen und weitergeben – Werkzeuge und Hilfsmittel (+ #StreifSOOC Teil 2)

Jetzt aber wirklich: im heute startenden Themenblock III soll es (endlich mal) praktisch werden. Die wesentlichen Voraussetzungen sollten gelegt sein, ab jetzt geht es um Anwendung von Werkzeugen und Hilfsmitteln. Dazu habt Ihr auf der Seite zum Themenblock eine Fülle an Möglichkeiten und Aufgaben, die Euch dabei helfen sollen.

Die Live-Sessions

Auch zu diesem Themenblock lassen wir uns nicht lumpen und haben gleich 2,5 Live-Events geplant:

  • Am 10.12.2013 um 17:30 Uhr gibt Jenny Weber von Chemmedia einen Einblick in das OER-Autorentool Open KnowledgeWorker, das sich auch zur Erledigung einiger Aufgaben eignet.
  • Am 17.12.2013 um 17:30 Uhr haben wir Mandy Schütze eingeladen, die uns das ZUM-Wiki näher vorstellt.

Die Live-Events finden wie immer im AdobeConnect statt https://webconf.vc.dfn.de/sooc1314/. [Update] Die Aufzeichnung ist hier zu finden: https://webconf.vc.dfn.de/p5e90aveub5/

Das 0,5. Live-Event ist dieses Mal offline: Das SOOC-Team macht den Dresdner Strietzelmarkt unsicher und Ihr könnt dabei sein! Wir wollen den SOOG (Saxon Open Offline Glühweintrinken) nutzen, um Euch auch einmal persönlich zu treffen.

StreifSOOC Station 2: Online Educa 2013 in Berlin (Rückblick)

… ach da war ja noch etwas: Vom 04.–06.12.2013 fand in Berlin die Online Educa statt. Das ist die „largest global e-learning conference“ im derzeit bekannten Universum und natürlich war das SOOC-Team, vertreten durch Andrea, Anja und Marlen, dabei. Dafür haben wir das SOOC-Poster sogar in Englische übersetzt und Anja hatte den SOOC in ihrem Vortrag als Beispiel für offene Lerninitiativen dabei.

Marlen, Andrea und Anja (v.l.n.r.) auf der Online Educa 2013 in Berlin

Marlen, Andrea und Anja (v.l.n.r.) auf der Online Educa 2013 in Berlin

Auf weitere zwei spannende Wochen im SOOC!

Gemeinsam gegen die Überwachung

Wahrscheinlich könnten wir zum Thema digitale Überwachung, Datenschutz und Datensicherheit einen eigenen SOOC veranstalten, so viel lässt sich darüber erzählen. Soweit ist es zwar (leider) noch nicht, aber zumindest konnten wir uns in der ersten Live-Session des zweiten Themenblocks dank eines Vortrags von Marius Melzer vom Chaos Computer Club Dresden mit diesen hochaktuellen und spannenden Themen beschäftigen und Vieles darüber lernen. Marius zeigte uns dabei im Vortrag die einzelnen Bestandteile eines Netzwerks, die prinzipiell geschützt werden müssen (die Clients, die Server sowie die Verbindungen zwischen diesen), und wie man diese Komponenten schützen kann.

Die Clients

Clients, das sind primär unsere PCs/Laptops/Smartphone sind prinzipiell nur sicher, wenn keine Datenverbindungen nach außen bestehen, d. h. das Gerät ist mit keinem Netzwerk verbunden und niemand kann physisch (etwa per USB-Stick) Daten auf das Gerät spielen. Das Problem ist dann aber, dass wir dann auch nicht wirklich viel damit anfangen können. Da diese Variante wenig praktikabel ist, müssen wir uns auf andere Weise schützen. Wir haben im Vortrag gelernt, dass wir zum einen Virenscanner und Firewalls einsetzen sollen und das Open-Source-Software meist sicherer ist als Closed-Source-Software – zumindest wenn sie aktuell ist.

Wichtig ist auch die Wahl des Betriebssystems. An dieser Stelle widerspreche ich aber Marius. Linux ist meiner Meinung nach nicht besser und nicht schlechter als Windows (7/8). Das Gerücht einer möglichen NSA-Windows-Backdoor schwirrt zwar schon seit der Einführung von Windows XP durch die Netzgemeinde, Beweise dafür wurden aber in den letzten 10 Jahren nicht gefunden. Und die Backdoor dürfte auch nicht unbedingt nötig sein. Wir können davon ausgehen, dass gerade die NSA über genug Wissen und Mittel verfügen dürfte, um jedes gängige Betriebssystem zu knacken. Und auch bei Linux ist nicht alles paradiesisch: Bestes Beispiel dafür ist das viel kritisierte Verhalten von Ubuntu-Distributor Canonical etwa bei der Einführung der Amazon-Shopping-Lens in Ubuntu 12.10 oder beim Schwenk von Wayland auf Mir im Unterbau des Betriebssystems. Empfehlenswerter sind in der Linux-Ecke eher Debian, OpenSuse und Fedora und wer wirklich freie Distributionen sucht, findet eine Auswahl auf den Webseiten der Free Software Foundation. Übrigens gibt es mit ReactOS auch seit vielen Jahren ein Projekt, dass sich zum Ziel, setzt ein Open-Source-Betriebssystem zu entwickeln, welches auf der Windows-NT-Architektur beruht und damit kompatibel zu Windows 7 und Co. sein soll. Leider ist ReactOS noch nicht für den tägliche Arbeit verwendbar.

Bei Smartphones ist das aktuell Halten, zumindest des Betriebssystems, leider etwas komplizierter. Gerade bei Android-Geräten halten sich die Hersteller mit Updates stark zurück. Patches erhält man bei einigen Geräten sogar nur ein halbes Jahr lang. Von den Support-Zeiträumen eines herkömmlichen PCs sind wir damit Lichtjahre entfernt. Daher dürften auch noch viele User Geräte nutzen, bei denen Lücken wie etwa die Android-Steuercode-Schwachstelle nicht behoben sind. Hier bleibt nur der Wechsel auf alternative ROMs wie Cyanogenmod, der aber stellenweise tiefere IT-Kenntnisse erfordert und teilweise auch zum Verlust der Herstellergarantie führen kann. Nutzbare Open-Source-Betriebssysteme gibt es wie Marius erwähnt hat zwar, aber Sailfish OS und Firefox OS sind noch ein Stück weg davon, mit Android konkurrieren zu können.

Die Netzwerkverbindungen

Die Ziele für sichere Netzwerkverbindungen lauten Vertraulichkeit, Integrität und Anonymität. Die Vertraulichkeit, also dass nicht jeder meine Nachrichten mitlesen kann, lässt sich über Verschlüsselung erreichen. Hierzu können wir über verschlüsselte Verbindungen surfen (SSL/TLS), welche am https in der Webadresse erkennbar sind, oder wir können unsere E-Mails verschlüsseln. Unsere Anonymität können wir mit Hilfe von Anonymisierungsdiensten wie TOR schützen, welche dafür sorgen, dass die Verbindungen so verschlüsselt und umgeleitet werden, dass der einzelne Nutzer und seine Aktivitäten nur noch schwer identifizierbar sind.

Leider sind auch diese Techniken nicht hundertprozentig sicher. Gerade die SSL-Zertifikate, welche für die Integrität von SSL-Verschlüsselungen wichtig sind, waren in den letzten Jahren oft Ziel von gezieltem Missbrauch und auch TOR wird mittlerweile gezielt von der NSA angegriffen, wenn auch bisher nur mäßig erfolgreich.

Die Server

Server sind die dritte große Schwachstelle im System. Je mehr Leute einen zentralen Dienst nutzen, desto lukrativer wird der Angriff auf die Server des Dienstes und desto größer wird auch der Schaden, der entstehen kann. Daher wäre es sinnvoll, wenn man denn die Möglichkeit hat, einen eigene Server zu betreiben und die Dienste möglich dezentral zu verteilen. Das gilt sowohl für E-Mail-Dienste, wie auch für Soziale Netzwerke. Die Idee eines dezentralen Sozialen Netzwerks als Konkurrenz zu Facebook und Co, verfolgt etwa Diaspora.

Tracking

Ein weiteres Thema, welches Marius in seinem Vortrag behandelt hat, ist das Tracking, also das gezielte Verfolgen/Erfassen von Nutzern und ihrem Verhalten über mehrere Webseiten hinweg. Um sich vor Tracking zu schützen, gibt es verschiedene Plugins, wie Ghostery, welche verschiedene Tracking-Techniken (z.B. Cookies) blockiert. Allerdings gibt es mittlerweile Forschungen, die untersuchen, inwieweit statt Cookies der Fingerabdruck des Browsers für das Tracking genutzt werden kann. Sollte so etwas flächendeckend eingesetzt werden, dann wird es schwer, sich dem zu entziehen.

Nutzerverhalten

Ein ebenfalls elementarer Bestandteil für sicheres Surfen ist das Nutzerverhalten. Dabei gilt der Grundsatz, dass nichts geöffnet/ausgeführt werden sollte, was aus unbekannten und/oder nicht vertrauenswürdigen Quellen stammt. Passwörter sollten nicht im Browser gespeichert werden, sondern in separaten Passwort-Managern wie Keepass, Diese können bei Bedarf noch mit Festplattenverschlüsselern wie TrueCrypt kombiniert werden. Zudem sollten gleiche Passwörter nicht für verschiedene Dienste verwendet werden und 123456 ist kein sicheres Passwort. Und ebenfalls wichtig: Nicht immer müssen die Angaben, die bestimmte Online-Dienste von uns haben wollen, korrekt angegeben werden. Lügen ist da an der ein oder anderen Stelle nicht verkehrt, genauso wie wir die geplante Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung nicht einfach so hinnehmen sollten.

Fazit

Wirklich sicher wird man im Netz wohl nie mehr unterwegs sein, aber wir haben diverse Möglichkeiten zur Verfügung, um uns ein wenig zu schützen. Und was die NSA betrifft, vielleicht sollten wir ihr einfach mal schreiben. Über ein paar Millionen Briefe aus Europa, die sie beantworten muss, freut sie sich sicher.

PS: Die Aufzeichnung der Live-Session mit Marius sowie die Slides könnt ihr euch natürlich auch gern nochmal anschauen.

Einladung zur Live-Session 19.11. 17:30 bis 19:30 Uhr

Unsere erste Live-Session im SOOC1314 steht bevor! Am Dienstag, den 19.11.2013, findet von 17:30 Uhr bis 19.30 Uhr der Live-Event zum Themenblock I mit Anja C. Wagner zum Thema Lernen 2.0 statt.

Sie ist (Mit-)Gründerin von ununi.tv, einer Bildungs-Videoplattform für Erwachsene, in der jeder aktiv werden kann und bei der die Vernetzung und der Austausch zu aktuellen Themen im Vordergrund steht – frei nach dem Motto „Bildung von allen – für alle“!

Falls Ihr bereits Fragen/Themenschwerpunkte etc. im Vorfeld an unsere Expertin habt oder rund um die Thematik Lernen 2.0, so können diese in unserem Etherpad eingetragen werden: https://etherpad.mozilla.org/L3olaLjjR1

i-gone von HikingArtist.com (CC-BY-NC-ND)

Wie immer treffen wir uns im SOOC1314-Online-Raum unter: https://webconf.vc.dfn.de/sooc1314/
Der Raum wird wie immer ca. 15 Minuten vor Beginn geöffnet.

Wir freuen uns auf eine spannende Live-Session und anregenden Diskussionen im Live-Chat mit Euch.  Save the date!

P.S. Wer es nicht zur Live-Session schafft, findet danach eine Aufzeichnung auf der Seite des Themenblocks I. → Und da ist sie schon: zur Aufzeichnung.